Infoabend – Laut und giftig

laut_und_giftig_2016-11-04Ultrafeinstaub aus Flugzeugen

Was sind „ultra feine Partikel“, woher kommen sie, was haben sie mit Flugzeugen zu tun und schädigen sie wirklich unsere Gesundheit? In der Veranstaltung des Schöneicher Forum gegen Fluglärm wird über diesen Themen informiert, Als Referenten werden Doz. Dr. Frenzel (TU Berlin), Ralf Müller (FBI), die Ärztinnen Dr. Martina Blümel und Dr. Lydia Steenweg vom SFGF vortragen und Fragen beantworten. Weiter wird auch über aktuelle Themen vom BER informiert, die man so nicht in der Tagespresse findet.

http://www.fluglaerm15566.de

Plakat

Einladung zum Fluglärmkabarett – 13.10. – 20:00 Uhr

Quelle: http://www.kunstfabrikkoepenick.de/stadttheatercoepenick/Fluglaerm.htm

Quelle: http://www.kunstfabrikkoepenick.de/stadttheatercoepenick/Fluglaerm.htm

Sinkender Untergrund, bröckelnde Wände, eine funktionsuntüchtige Brandschutzanlage – der Pleiteflughafen hat vieles zu bieten. Seien Sie dabei, wenn das Fluglärmkabinett auf Einladung der Bürgerinitiative und der Ortsgruppe BVBB im Dorfklub „Alte Schule“ auftritt.

Herr Runkel, Herr Diemenz und Frau Clainlich begleiten Sie dort auf Ihrem abenteuerlichen Flug durch Himmel und Hölle des beinahe fertigen Flughafens und eröffnen Ihnen das Neueste vom Neuen mit lustvollem Entertainment – Musik, Spaß und Unterhaltung sind garantiert. Sehen Sie aktuelle Beiträge beim Fluglärmkabarett reloaded – alles Unbekannte und Neue zum Thema BER – ein Flughafen wie ihn nie einer haben wollte. Sie werden während der Veranstaltung von der charmanten Stewardess Clarissa Clainlich begleitet, die Ihnen gerne Ihren wohlverdienten Tomateo serviert.

Mit an Bord sind außerdem bekannte Moderatoren aus Film und Fernsehen, Protagonisten, die in der Flughafenaffäre eine wesentliche Rolle spielten und noch spielen werden. Darsteller sind Olaf Michael Ostertag, Claudia Dornath, Mario Ecard und Peter Waschinsky.

Termin: Donnerstag 13. Oktober, 20:00 Uhr

Ort: Dorfklub Müggelheim „Alte Schule“

Eintritt: 10 Euro

Quelle: Müggelheimer Bote

Transparenzgesetz für Berlin!

Milliardenverschwendung am Flughafen stoppen

Petition unterschreiben!

Der immer noch nicht eröffnete Berliner Flughafen BER kostet die Bevölkerung pro Tag mehr als 1,3 Millionen Euro. Seit Jahren hält die Stadt Berlin Verträge zum Bau des Flughafens geheim.

Das können wir ändern! Die neue rot-rot-grüne Koalition in Berlin muss jetzt ein Transparenzgesetz einführen. Das würde Politik und Verwaltung dazu verpflichten, wichtige Daten wie öffentliche Verträge und Gutachte

n von sich aus zu veröffentlichen. Behörden wie die Polizei müssten ihre Blockadehaltung aufgeben.

In Hamburg hat das funktioniert: Nach einer Initiative vieler zivilgesellschaftlicher Organisationen hat die dortige Bürgerschaft 2012 ein Transparenzgesetz verabschiedet. Seitdem hat die Stadt unter anderem die Verträge zum Bau der Elbphilharmonie herausgegeben. Die neue Transparenz ist ein Faktor dafür, dass es inzwischen kaum noch Probleme bei dem Bauvorhaben gibt.

Mein Name ist Arne Semsrott. Ich bin 28 Jahre alt und engagiere mich seit vielen Jahren für mehr mehr Offenheit in Politik und Verwaltung. Für die Open Knowledge Foundation Deutschland betreibe ich das Portal FragDenStaat.de. Dabei habe ich gelernt: Eine Selbstverpflichtung zur Transparenz reicht nicht. Wenn wir wollen, dass mit Steuerzahlern finanziertes Wissen öffentlich wird, brauchen wir dafür starke Gesetze. Deswegen brauchen wir in Berlin ein Transparenzgesetz!

Petition unterschreiben!

Voten Sie für den Engagementpreis – DFLD e.V.

Hier abstimmen!engagementpreis-logo

Wir machen Fluglärm sichtbar! als Bürgerinitiative für die Bürgerinnen und Bürger bietet den von Fluglärm geplagten Menschen an 365 Tagen 24 Stunden kostenlos die Möglichkeit den Fluglärm von ca. 700 Meßststationen in 6 europäischen Ländern im Internet zu sehen. Die Betroffenen können bereits Minuten, nachdem die Lärmquelle sie überflogen hat, den Wert im Netz sehen und bekommen Tagesprofile, Wochenstatistiken und Jahresbilanzen des Lärms. Keine andere Institution erfasst Fluglärm, stellt diesen kostenlos dar und hebt auch die Werte über nun 13 Jahre auf. Zusätzlich können die Bürgerinnen und Bürger die Flugspuren, aber auch die Wetterbedingungen ergänzend zu den Lärmwerten einsehen. Mittlerweile kann der DFLD auf einen Datenschatz zu Fluglärm an deutschen Flughäfen und vielen europäischen Airports zurückgreifen und auch Prognosen und Auswertungen erstellen. Im Rhein-Main Gebiet gibt es seit 2015 ertsmals ein Fluglärm-Monitoring, unterstützt durch die regionale „Zukunft Rhein-Main“.flugspuren

Organisation, Ort: Deutscher Fluglärmdienst e. V., Mörfelden-Walldorf

Webseite: www.dfld.de

Nominiert als PreisträgerIn: Ehrenamtspreis SPD-Bezirk Hessen-Süd

Hier abstimmen!

Abschlussbericht zum BER mit vernichtenden Urteilen

Am 16.06. 2016 erlebten mehr als achtzig von BIM e.V., OG des BVBB und Umweltkreis eingeladene Teilnehmer einen spannenden, informativen und teilweise – trotz der Ernsthaftigkeit des Themas – unterhaltsamen Abend.

MdA Martin Delius, Vorsitzender des BER-Untersuchungsausschusses, informierte aus seiner Sicht über Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus der Arbeit des Untersuchungsausschusses. Er verwies darauf, dass es einen sehr umfangreichen gemeinsamen Abschlussbericht des Ausschusses und drei Sondervoten der Fraktionen der Grünen, der Linken und des Abgeordneten M. Delius gibt. Diese Sondervoten wurden notwendig, weil es besonders in der Beurteilung der politischen Verantwortung der Geschäftsführungen, der Aufsichtsratsvorsitzenden und des Aufsichtsrates sowie der Ursachen für die geplatzten Eröffnungstermine sehr unterschiedliche Positionen gab. Die Vertreter der Regierungskoalition versuchten durch Änderungen des Entwurfs des Abschlussberichtes, Aussagen zur Verantwortung des Senats und des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Wowereit zu verwässern oder zu verhindern.

Martin Delius stützte sich in den Ausführungen auf sein – durchaus nachlesenswertes – Sondervotum. (http://www.parlament.berlin.de/ados/17/IIIPlen/vorgang/d17-3000.pdf ) Er stellte gleich zu Beginn fest, dass der Ausschuss keine richterlichen Befugnisse hat und es folglich auch nicht um Urteile geht. Es konnte also nur ein umfangreicher Einblick der Abgeordneten in das Innenleben eines milliardenschweren Großprojektes, in sein Zustandekommen, in die Entscheidungsstrukturen und –abläufe, die an der Eignung der wichtigsten Akteure berechtigte Zweifel aufkommen ließen, herauskommen. Entstanden ist so ein Dokument, das vor allem Uneinsichtigkeit, Arroganz, Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit von Managern und Politikern nachweist und das historisch anmutende Scheitern eines größenwahnsinnigen Projektes mit all seinen Skandalen, Pannen und Pleiten belegt.

Bevor M. Delius diese Feststellungen an ausgewählten Beispielen aus der Ausschussarbeit und dem Bericht sehr anschaulich belegte, verwies er knapp auf die wichtigsten Feststellungen aus dem Bericht.

  • Die Wahl des Standortes war aus fachlicher Sicht falsch und lediglich politisch begründet ( allerdings konnten sich die Vertreter der Koalition von SPD und CDU dieser klaren Aussage im gemeinsamen Bericht nicht anschließen).
  • Das Planfeststellungsverfahren lief nicht objektiv, weil es zu stark von den Interessen der Flughafengesellschaft dominiert wurde.
  • Geschäftsführung und Aufsichtsrat tragen unter anderem mit den zahlreichen Änderungsanordnungen Verantwortung für die Zeitverschiebungen und zahlreiche Pannen.
  • Der Aufsichtsrat hat zugelassen, dass es über weite Phasen des Projektes kein sachkundiges Controlling gab und damit sowohl die Terminverschiebungen als auch das Ausufern der Kosten unvermeidbar waren.

Als herausragendes Beispiel für die Unfähigkeit, Arroganz und Uneinsichtigkeit zitierte er mehrere Beispiele aus der Anhörung der ehemaligen Geschäftsführer Schwarz und Körtgen und verwies darauf, dass der Aufsichtsrat den neuen Eröffnungstermin für März 2013 ohne Analyse des Scheiterns des Eröffnungstermins 2012 und ohne Kenntnis der tatsächlichen Situation auf der Baustelle beschloss.

Ausführlicher beschäftigte sich Delius mit der Tatsache, dass es für die Nichteröffnung 2012 genügend rechtzeitige Warnungen gegeben hatte, die aber alle von der Geschäftsführung und vom Aufsichtsrat in den Wind geschlagen wurden. So erläuterte er, dass der eingesetzte Construction Manager, die Firma Drees & Sommer, bereits 2008 detailliert begründete, warum weder der angestrebte Eröffnungstermin noch die eingeplanten Kosten auch nur annähernd realistisch seien. Ergebnis dieses Gutachtens, das insgesamt 695Mio € kostete, war: die Geschäftsführung feuerte die Firma. Er erläuterte weitere Beispiele, bei denen es den Gutachtern, die kritisch die Situation analysierten, wie die Firma Mc Kinsey, ähnlich erging.

Als Beispiele für den Realitätsverlust der Verantwortlichen führte er u.a. an, dass Wowereit auch im Nachhinein die Trennung von der pg bbi als Generalunternehmer verteidigte, obwohl alle sachkundigen Einschätzungen und die entstandenen Tatsachen das Gegenteil bewiesen. Oder, dass Hinweise der Finanzverwaltung des Senats für die Kontrolle und Aufsichtspflicht von den Aufsichtsratsmitgliedern Wowereit und Henkel systematisch ignoriert wurden und man auf externe Sachverständige verzichtete.

Wert legte der Referent auch auf die Feststellung, dass die Struktur der Leitung des Projektes von Anfang an ein Grundübel war und ist. D.h., mit dem Ausscheiden des Generalunternehmers gab es immer mehr ( bis zu 39 ) Einzelprojekte, die auch gesondert geführt wurden ohne Einordnung in das Gesamtprojekt. Auch dafür nannte er einige – teilweise haarsträubende – Beispiele, wie u.a. die Vorbereitung des Probetriebes.

Auf entsprechende Anfragen aus dem Publikum antwortete M. Delius, dass der Bericht ganz sicher keine unmittelbare Hilfe für den Kampf der Bürgerinitiativen gegen den Standort oder für ein erweitertes Nachtflugverbot gibt, aber er ist ein „Lehrstück“ dafür, dass man nicht zulassen darf, dass bei einem solchen Projekt, bei dem es um Kosten von mehreren Milliarden und die Lebensbedingungen von mehreren zehntausend Menschen geht, das Parlament völlig außen vor bleibt. Er schilderte, dass SPD und CDU bis heute eine tatsächliche Kontrolle des Baus des BER durch das Parlament verhindern. Hier könnten alle Bürger mehr Engagement und Rechenschaft von den von ihnen gewählten Parteien und Abgeordneten in Zukunft einfordern.

Ein Aufruf, den wir alle – noch in Vorbereitung der Wahlen – ernst nehmen können und sollten.

Bericht des Untersuchungsausschusses

Der Bericht des 1. Untersuchungsausschusses des Abgeordnetenhauses von Berlin – 17. Wahlperiode – zur Aufklärung der Ursachen, Konsequenzen und Verantwortung für die Kosten- und Terminüberschreitungen des im Bau befindlichen Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER)

Der kompletter Bericht (1269 Seiten) als PDF

http://www.parlament-berlin.de/ados/17/IIIPlen/vorgang/d17-3000.pdf

Wir bitten um Spenden für unsere Gesundheit

messgeraetUm in Zukunft nachmessen zu können, wie viele Nanopartikel durch das Starten und Landen der Flugzeuge in Schönefeld auf uns und unsere Gärten einwirken, wollen die Bürgerinitiativen zusammen ein Messgerät kaufen. Auch die Bürgerinitiative Müggelheim möchte sich an den Kosten von 10.500 € beteiligen. Es fehlen aber noch  2.500 €.

BvBB: 3.500,- Euro, FBI: 3.500,- Euro, BI Teltow: 1.000,- Euro,
BI Müggelheim: ? Was können wir schaffen?

Wir rufen hiermit zu Spenden auf.

Bitte spenden Sie mit dem Kennwort „Messgerät“ an folgende Bankverbindung.

BI  Müggelheim
IBAN: DE 10 1009 0000 2395 9500 05
Berliner Volksbank

Für Spendenquittungen melden Sie sich bei: info@bi-mueggelheim.de oder (030) 61674955 (Herr Gustmann)

Vielen Dank

Mehr zum Gerät hier: http://testo-partikel.de/index.php/features/jquery-superfish-menu

Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zum BER

Informationsveranstaltung zum Thema

Ergebnisse und Probleme – der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zum BER

mit: MdA Martin Delius, Vorsitzender des Untersuchungsausschusses des Abgeordnetenhauses Berlin

am: 16. Juni 2016

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Dorfklub, Alt-Müggelheim 21

BürgerInitiative Müggelheim e. V., Ortsgruppe des BVBB, Umweltkreis der Evangelischen Kirche Müggelheim

Feedback des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller

Michael MüllerFeedback vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller am 2.5.16 in Schöneweide

Ich war gestern bei der Diskussionsveranstaltung mit dem regierenden Bürgermeister Michael Müller 2.5.16 in Schöneweide.

Dort habe ich mich als Müggelheimer Anwohner mit Kleingarten und Kind in der Einflugschneise vorgestellt und Herrn Müller direkt gefragt, was für die Kinder in den betroffenen Gebieten gemacht wird und ob ich mein
Gartenobst und Gemüse noch in Zukunft essen kann, wenn so viele Flugzeuge über unsere Köpfe fliegen werden?

Wie Politiker nun mal so sind, war seine Antwort nicht konkret.

Sinngemäß wiedergegebene Antwort des regierenden Bürgermeisters Müller:
Er hatte mit seinen Kindern nicht mal einen Garten, sondern lediglich einen kleinen Balkon gehabt und sie sind an einer sehr verkehrsreichen Straße aufgewachsen. Das hat ihnen nicht geschadet, sie sind auch groß geworden.

Für ein Mitglied im Aufsichtsrat des BER, der Kraft seines Amtes bestens über die Auswirkungen von Fluglärm und Luftverschmutzung informiert sein sollte oder diese bewusst ignoriert, halte ich das für eine banalisierende
Stammtischantwort. Das zeigt mir welche schlichte Meinung über den Flughafen und deren Anwohner gedacht und verbreitet werden soll.
Da müssen wir wohl noch sehr viel Aufklärungsarbeit leisten, nicht nur in Bezug auf Lärmauswirkungen, fehlende Messungen und Grenzwerte, sondern auch bei Klarstellung des Unterschiedes zwischen Umweltverschmutzung im
Straßen- vs. Flugverkehr.

Auch das Nachtflugverbot / -einschränkung wurde thematisiert. Hier führte er wirtschaftliche Gründe an, da die internationalen Flugzeuge auch in der Nacht landen können müssen, da sonst der Flughafen keine Gewinne machen könnte. Hieraus entnehme ich den Wunsch nach einem riesigen, internationalen Luftdrehkreuz und keinerlei Einsicht auf Rücksichtnahme für die dadurch Geschädigten, also wir Anwohner und die Umwelt.

Aus den Antworten von anderen Teilnehmern konnte man zusammenfassend die Meinung von Herr Müller entnehmen, dass auch er die Entscheidung „nur einen Flughafen in Schönefeld zu bauen“ für falsch hält, aber das ist nun einmal in der Vergangenheit passiert und aus rechtlichen und finanziellen Gründe wird er jetzt fertig gebaut, komme was da wolle. Tegel ist für ihn derzeit auch keine Option.

Da Machtpolitiker nur Denen zuhören, die laut auf sich aufmerksam machen und eine Lobby bilden oder vor Gericht klagen, sollten wir an der Stelle noch eine Schippe zulegen, sonst werden wir als Betroffene nicht
wahrgenommen oder nur mit billigen Sprüchen abgespeist.

Viele Grüße
Thomas (BER-Anwohner)