Messbericht mobile Fluglärmmessung in Müggelheim

Der Messbericht für die mobile Fluglärmmessung in Müggelheim ist sehr interessant und in einem Punkt sensationell. Schon in der Zusammenfassung stellt die Messstelle fest, dass die Messergebnisse, die gleichzeitig in der Sobernheimer Straße (Nachtschutzgebiet – http://goo.gl/Z3ObjI) und im Eppenbrunner Weg (Tagschutzgebiet – http://goo.gl/h35Ik9) gemessen wurden,  nahezu identisch sind. Das bedeutet, man gibt eigentlich zu, wie schizophren die willkürlich vorgenommene Einteilung in Tag – und Nachtschutzgebiete ist. Natürlich können wir jetzt wenig damit anfangen (weil eine Veränderung ja erst nach Eröffnung zugelassen ist), aber es sollte uns bestärken, alles zu tun, damit wir nach Eröffnung des Flughafens mit einer unabhängigen zertifizierten Messstelle nachweisen können, dass die gesamte Einteilung in Tag – und Nachtschutzgebiete in Müggelheim so nicht stimmt. Interessant ist auch, dass die Werte belegen, dass für uns die größere Belastung von den Landungen kommt, auch wenn das immer wieder bestritten wird. Wenn man sich die Linien der Flüge anseht, dann bestätigt sich: bei Landungen wird ständig quer über Müggelheim und über die Messstelle geflogen, bei Starts eher südlich von Müggelheim. Allerdings geht der BER auch in dem Messbericht immer noch von Dauerschall aus, das bedeutet wir müssen uns in den nächsten zwei Jahren – wie schon angesprochen – auch darauf konzentrieren, dass die Formulierung im Planfeststellungsbeschluss PFB (Maximalpegel) nicht verlassen werden darf. Hier eventuell auch mit einer Klage…

Ich denke, der Bericht gibt uns viele Aufschlüsse und die Messstelle der BI Müggelheim war nicht umsonst…

Messbericht mobile Messung 2013-07-Mueggelheim

Einladung zur Schallschutzberatung

Wir laden Sie herzlich zu einer Beratung am 12. November um 19:30 Uhr im Dorfklub ein.

Schallschutz im Tagschutzgebiet – Stand nach dem OVG – Urteil

Tagesordnung:

  1. Begrüßung und Einführung durch Norbert Gustmann, BIM e.V.

  2. Schutzziele, Kostenerstattungsvereinbarungen, Bescheide, Umsetzung  Schallschutz und zeitlicher Ablauf durch durch Karl Georg Maucher, AG-Planfeststellung
  3. Diskussion und Fragestellungen

Wir schlagen vor, nur zu der Problematik Schallschutz im Tagschutzgebiet zu diskutieren. Über Schallschutz im Nachtschutzgebiet und außerhalb der Schutzzonen werden wir gesondert einladen.

Hier die Einladung gerne auch zum Verteilen: Einladung zur Schallschutzberatung-12.11.2013

Fragen und Antworten der BVV Treptow-Köpenick

DIE LINKE stellte eine Große Anfrage an die BVV Treptow Köpenick. Lesen sie hier Fragen und Antworten. Große Anfrage TOP021 15.1 VII_0510

  • Wie hoch ist die Zahl der Betroffenen…
  • Wie viele Schallschutzmaßnahmen sind bereits gewährt…
  • Wie viele davon umgesetzt…
  • Wie viele Anträge sind noch unbearbeitet / abgelehnt…
  • und mehr

Lesen Sie hier weiter: Große Anfrage TOP021 15.1 VII_0510

Köpenick gegen geringeres Schallschutzniveau

Wir möchten gerne die Pressemitteilung des Köpenicker Bezirksstadtrat zitieren, die als Antwort auf den geplanten Angriff von Mehdorn zielt, ein geringeres Schallschutzniveau für die betroffenen Anrainer/innen durchzusetzen.

Pressemitteilung:

Zu der (gestern) bekannt gewordenen Absicht des neuen Flughafen-Chefs Mehdorn, am künftigen Hauptstadt-Flughafen nach der im letzten Monat vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg gestoppten rechtswidrigen Billig-Bewilligungspraxis doch noch ein geringeres Schallschutzniveau für die betroffenen Anrainer/innen durchzusetzen, äußerte Rainer Hölmer, Bezirksstadtrat für Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt des Bezirks Treptow-Köpenick:

Mit der Wahl des Standorts Schönefeld für den künftigen Großflughafen Berlin-Brandenburg und damit einer Entscheidung für ein stadtnahes und dichtbesiedeltes Gebiet ging zwangsläufig die Notwendigkeit eines hochwertigen Lärmschutzes einher. Das war allen Beteiligten bewusst und bekannt. Es ist daher absolut unfassbar, dass die Flughafengesellschaft auch nach dem gerade erst ergangenen höchstrichterlichen Urteil offenkundig immer noch nicht davon ablassen will, das im Planfeststellungsbeschluss festgelegte Tagschutzziel zu unterlaufen, obwohl sie die entsprechende Formulierung mit ihrem Antrag einst selbst eingebracht hatte. Continue reading

Die momentane Situation am Flughafen

Dies ist die Präsentation, die auch zur öffentlichen Versammlung am 11.04.2013 im Dorfklub Müggelheim gezeigt wurde.

Sie können die Präsentation auch als PDF-Datei herunterladen:
Präsentation – BIM-Initiatorentreffen 11.04.2013

Zeugenbefragung im BER-Untersuchungsausschuss offenbart katastrophale Zustände

Von: Pressestelle Piratenfraktion

PM PIRATEN im Berliner Abgeordnetenhaus: Zeugenbefragung im BER-Untersuchungsausschuss offenbart katastrophale Zustände in Brandenburger Planfeststellungsbehörde – Martin Delius

Der Untersuchungsausschuss hat heute den Brandenburger Staatssekretär Rainer Bretschneider, Leiter der Planfeststellungsbehörde, und den damaligen Leiter der Anhörungsbehörde, Herrn Joachim Leyerle befragt.

Hierzu sagt Martin Delius, Vorsitzender des Untersuchungsausschusses BER:

„Laut Aussage des Zeugen Joachim Leyerle hat Staatssekretär Bretschneider versucht, massiv Einfluss auf die Abfassung des Anhörungsberichts zum Planfeststellungsantrag zu nehmen. Es sei in bestimmten Situationen auch „Druck“ auf ihn ausgeübt worden. Zudem sei ihm von Bretschneider eine berufliche Verbesserung nur auf „Gegenleistung“ in Aussicht gestellt worden. Herr Leyerle wurde anlässlich eine Tagesspiegelartikels vom 15. Dezember 2001 von Herr Brettschneider angerufen und auf die darin geschilderten inhaltlichen Vorgaben der Planfeststellungsbehörde hingewiesen. Es ist unglaublich, dass der Leiter einer unabhängigen Anhörung so unter Druck gesetzt wird. Hier wurde offensichtlich kein Wert auf partizipative Ansätze und Kritik am Plan der Flughafengesellschaft gelegt. Wir werden sehr genau prüfen, ob so ein ungeheuerliches Vorgehen systematisch beim Projekt BER vorgekommen ist. Im Sinne der Bürgerinnen und Bürger in Berlin und Brandenburg kann man nur hoffen, dass dies nicht der Fall ist.

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MIL duldete seit 2008 falsche Umsetzung des Schallschutzprogramms

Gemeinsame Presseerklärungder Schutzgemeinschaft der Umlandgemeinden Flughafen Schönefeld e.V.), des Bürgerverein Brandenburg-Berlin e.V. (BVBB) und des Vereins zur Förderung der Umweltverträglichkeit des Verkehrs e.V. (VUV)vom Donnerstag, 18. April 2013

MIL duldete seit 2008 falsche Umsetzung des Schallschutzprogramms für den Flughafen Berlin Brandenburg

Die Schutzgemeinschaft Umlandgemeinden Flughafen Schönefeld e. V. (Schutzgemeinschaft), der Bürgerverein Brandenburg-Berlin e.V. (BVBB) und der Verein zur Förderung der Umweltverträglichkeit des Verkehrs e.V. (VUV) sind über neue, erst kürzlich durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MIL) auf Anforderung des Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg vorgelegte Akten überrascht und empört. Das MIL hat im Rahmen der Klageverfahren zur Durchsetzung des Tag-Schutzzieles 0 x 55 dB(A) dem Gericht Akten überlassen, die ein höchst fragwürdiges Bild von den angeblichen Bemühungen der Behörde zur Durchsetzung des planfestgestellten Schallschutzzieles zeichnen.

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Pressemitteilung – Brief an Herrn Ramsauer

Sehr geehrter Herr Minister,

wie Sie bereits durch Briefe anderer Bürgerinitiativen der Bündnisse Südost und ABB informiert wurden, finden unsere regelmäßigen Mahnwachen vor Ihrem Ministerium statt, um unserer Forderung, sich dem Beschluss des Brandenburger Landtages für ein Nachtflugverbot von 22.00 Uhr – 06.00 Uhr anzuschließen, Nachdruck zu verleihen.

Unsere BürgerInitiativeMüggelheim e.V. vertritt einen Ortsteil des Stadtbezirkes Treptow-Köpenick, der ca. 10 km von der Landeschwelle des Flughafen BER entfernt ist und damit besonders stark vom Fluglärm betroffen sein wird.

Nach dem Planfeststellungsbeschluss vom 13.08.2004, dem Planergänzungsbeschluss vom 20.10.2009 und insbesondere dem Abwägungsvermerk des BAF vom 26.01.2012 müssen wir davon ausgehen, dass zwei Drittel aller Anflüge auf der Nordbahn des  Flughafen BER über Müggelheim erfolgen werden. Das hängt unter anderem damit zusammen,  dass der Wind vorzugsweise aus westlichen und südwestlichen Richtungen (Windsektoren 225° bis 284°) weht. Gleichzeitig wurde festgelegt , dass 78% aller Starts  in Betriebsrichtung Ost über Müggelheim erfolgen.

Das heißt, für die 6 verkehrsreichsten Monate ist auf der Anflugstrecke 25RSTAR (über Müggelheim) und den Abflugstrecken von der Nord SLB in der Zeit von 05.00 Uhr – 24.00 Uhr geplant, dass durchschnittlich alle 4 bis 5 min ein Flugzeug Müggelheim bei der Landung vom nordöstlichen Siedlungsrand in etwa 640 m Höhe bis zum südwestlichen Siedlungsrand in 460 m Höhe und beim Start vom südwestlichen Siedlungsrand in 731m bis zum nordöstlichen Rand in 990 m Höhe überfliegt.

Davon sind 6500 Bürgerinnen und Bürger unseres Ortsteils betroffen.

Besonders hoch wird die Belastung in den Nachtstunden zwischen 22.00 Uhr und 24.00  Uhr und von 05.00 Uhr bis 06.00 Uhr. Hier müssen wir damit rechnen, dass die  Flugzeuge 6 mal die 55 dBA (innen) überschreiten dürfen, während am Tag 0 mal 55  dBA (innen) erlaubt sind. Eine Nachtflugregelung, die wir nur als – gelinde gesagt – menschenunfreundlich und insbesondere kinderfeindlich verstehen können.

Dabei bleibt unbeachtet, dass Müggelheim zu einem der traditionell größten Naherholungsgebiete Berlins mit seinen ausgedehnten Wäldern, dem Langen See, dem Seddinsee, dem großen und kleinen Müggelsee und der Müggelspree gehört und im Sommer ständig mehr als doppelt so viele Menschen in Müggelheim und Umgebung (Zeltplatz, Bootsanleger, Kleingärten) leben.
Zur Umgebung Müggelheims gehören die unter Naturschutz stehenden FFH-Gebiete wie das Teufelsmoor, die Krumme Lake und die Pelzlake.

Mit Hochachtung haben wir zur Kenntnis genommen, dass Sie, Herr Minister, sich in  einem Abkommen mit der Schweiz für eine großzügige Nachtflugregelung für die  Bewohner Süddeutschlands eingesetzt haben.
Deshalb setzen wir große Hoffnungen darauf, dass Sie sich dafür verwenden werden,  dass dieses Pilotprojekt auch für die dichter besiedelte Region Berlin-Brandenburg  Anwendung findet und Sie unsere Forderungen unterstützen.

Alle Beteiligten gehen heute davon aus, dass die Entscheidung für einen stadtnahen Flughafen, wie der BER, auf Grund der stark gesundheitsgefährdenden Auswirkungen auf hunderttausende Menschen falsch war. Inzwischen betonen auch immer mehr  Fachleute, dass ein solcher Flughafen keine Zukunft als Hauptstadtflughafen hat.

Deshalb bitten wir Sie:

  • setzen Sie sich für ein sofortiges Nachtflugverbot von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr ein,
  • lassen sie nicht zu, dass einige Gemeinden und Ortsteile im Umfeld des BER insbesondere das Naherholungsgebiet um den Müggelsee durch eine  Doppelbelastung 19 Stunden lang ununterbrochen durchschnittlich alle 4- 5  min durch Fluglärm massiv gestört werden,
  • prüfen Sie, ob gleichzeitig mit der Eröffnung des BER eine dritte Startbahn an einem weitaus günstigeren Standort (wie z.B. Neuhardenberg) durch private Investoren gebaut und für alle Low Cost Flüge sowie die Nachtflüge genutzt werden kann, was für alle Seiten günstiger, wirtschaftlicher sowie umwelt- und menschenfreundlicher wäre.

Dabei unterstützen wir als BI Ihre Position, dass die Offenhaltung des Flughafens Tegel  für uns zwar eine Entlastung brächte, aber eine innerstädtische Lösung für uns genauso inakzeptabel für alle Betroffenen ist wie die stadtnahe Lösung am BER.

Sie würden sich auch in der Hauptstadtregion große Verdienste erwerben, wenn Sie jetzt  mit dafür sorgen, dass Prüfverfahren eingeleitet werden, die für die Zukunft einen tatsächlichen Hauptstadtflughafen an einem dafür geeigneten Standort (s. „Ergebnisse  der Standortsuche, Phase 1 des ROV, Zusammenfassung der Gutachten“ Hrsg.: Berlin-Brandenburg Holding GmbH( BBF), 14.06.1993, S. 20ff ) mit privaten  Investoren vorbereiten, um die öffentlichen Steuergelder nicht weiter zu belasten.

Wir erwarten mit Spannung Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Sprecherrat der BürgerInitiativeMüggelheim e.V.