Stellungnahme zur OVG-Entscheidung zur Müggelseeroute der AG Planfeststellung

Die Durchführung einer alternativen Prüfung der Flugrouten bezüglich der Fluglärmbelastung, unter Einbeziehung des Natur- und Umweltschutzes in die Abwägung sollte in der heutigen Zeit zu den Selbstverständlichkeiten gehören.
Hierbei dürfte die absolute Vorrangstellung der Minderung des gesamten Fluglärms –(d. h.
gemeinsame Betrachtung von Anflugrouten und Abflugrouten) Konsens sein. Auf Grund der relativ geringen Lärmbelastung der Anrainer der Müggelseeroute (Leq3<50dBA und Lmax< 65dB) bietet sich eine Alternative für die Abflüge in Richtung 07L nach SUKIP und DEMSI aus Lärmschutzsicht nicht an.

Ähnlich sieht die Frage im Naturschutz aus. Auch hier würde durch Verlegung der Abflüge auf sich anbietende Alternativen, bei einem Alternativvergleich kaum zu günstigeren Ergebnissen für die Müggelseeroute führen. Allein die Anflugoute 25R weist zumindest eine gleichstarke Naturschutzbelastung auf. Eine Gewichtung der größeren Anzahl und der die geringere Höhe der Anflüge einschließlich der Abflüge der schweren Maschinen in Richtung SUKIP zeigt das die Naturschutzbelastung wesentlich höher als bei der Müggelseeroute ist. Auch darüber ist nachzudenken.

Beim Trinkwasserschutz ist die Problematik sehr schwierig. Der Bezirk Köpenick hat zu Zeiten der Anhörung zur Planfeststellung sowohl in der BVV als auch im Umweltamt mit großer Dringlichkeit auf die Notwendigkeit einer Untersuchung der Verträglichkeit der massiven Überflüge über alle betroffenen Trinkwasserschutzgebiete des Bezirkes hingewiesen.

Die politische Führung der Flughafengesellschaft hat mit aller ihr zur Verfügung stehenden
Mittel eine solche Verträglichkeitsprüfung verhindert. Es ist unverantwortlich hier nicht die notwendige Klarheit zu schaffen. Würde diese Überprüfung die Unverträglichkeit der Überflüge über die Trinkwasserschutzgebiete ergeben, dann würde ein Flugbetrieb nur durch Einführung neuer Flugverfahren- wie z. B. ein parallel abhängiger Betrieb – möglich sein.
Dieses Flugverfahren ermöglichte dann auch eine Minderung der Fluglärmbelastung im
gesamten Umfeld des BER.

Berlin, den 15.6.2013
Maucher
Sprecher der AG Planfeststellung

Dokument als PDF: Stellungnahme zur OVG Urteil-Müggelseeroute

 

Umweltverträglichkeit der Flugrouten am BER

Die Notwendigkeit der Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens durch die EU zeigt deutlich mit welcher Leichtfertigkeit der ehemalige Vorsitzende des Aufsichtsrates Wowereit mit den Gesetzen und Vorschriften umgeht.

Wowereit war nie in der Lage den Schutz der Fluglärmbetroffenen und der Natur entsprechend den Gesetzen der BRD mit seinen Pflichten und Wünschen als Aufsichtsratsvorsitzender in Einklang zu bringen. Er ist im Aufsichtsrat fehl am Platze und  sollte schlichtweg auch als Aufsichtsratsmitglied zurücktreten.

Die Betroffenen können nur hoffen, dass der Ministerpräsident des Landes Brandenburg als Hausherr und Aufsichtsratsvorsitzender aus der bisherigen Misere die Konsequenzen zieht.

Dazu noch einige Anmerkungen:

  • Der Standort Schönefeld ist auf jedenfall als Singlestandort ungeeignet und wird den Flugbedarf im Raum Berlin Brandenburg mit zwei Bahnen nicht abdecken können.
  • Um den Standort Schönefeld entsprechend den Erfordernissen des Lärmschutzes, des Umweltschutzes sowie auch ökonomisch betreiben zu können, ist ein parallel abhängiger Betrieb der beiden Bahnen des BER-Schönefeld erforderlich.
  • Es sei daran erinnert, dass nicht nur die Müggelseeroute über Naturschutzgebiete  führt, sondern beispielsweise auch die Anflugrouten und hier vor allem die Anflugroute 25R (http://www.buzer.de/flugrouten/EDDB-SID-25R.htm) über wesentliche Naturschutzgebiete führt. Bei Belastung dieser  Route durch An- und Abflüge kann vom Naturschutz keine Rede mehr sein.
  • Die Verlegung der Müggelseeroute auf die Anflugroute  würde der Forderung der  Vermeidung der Doppolbelastung widersprechen und dem partiellen Naturschutz in eklatanter Weise den Vorrang gegenüber dem notwendigen  Lärmschutz einräumen.
  • Die im Jahre 2012 erstmals festgesetzten Flugrouten (übrigens sind die parallelen  Fluglinien des PFB [http://de.wikipedia.org/wiki/Planfeststellung] nie als Flugrouten gedacht gewesen) sind auf Grund der  Forderung des  Aufsichtsratsvorsitzenden nach einem parallelen unabhängigen  Betrieb, vom BAF (http://www.baf.bund.de) so festgesetzt worden. Hier wird deutlich das es eklatante Planungsfehler gegeben hat. Die Hinweise zum Lärmschutz und Naturschutz wurden in der Anhörung zum PFB vernachlässigt bzw. missachtet.

Maucher
Sprecher der AG Planfeststellung

Der VDGN lädt ein

Einladung der Arbeitsgruppe Lärmschutz des VDGN zu einer öffentlichen
Informationsveranstaltung unter dem Thema: ,,Lärmschutz gemäß Planfeststellungsbeschluss vor Inbetriebnahme BBI.

Donnerstag, den 21,6.2012, 18:00 Uhr
in der Aula der Fritz-Kühn-Schule
Dahmestraße 45 in 12526 Berlin-Bohnsdorf

Lesen Sie die komplette Einladung hier.

Kein EU – Nachtflug


Online-Protest: Gesundheit vor Profit – www.kein-nachtflug.eu!

Da rackern wir uns ab, kämpfen um jede einzelne Stimme, opfern unsere freie Zeit für den Kampf der eigentlich nicht gekämpft werden müsste und da sitzen sie, da oben man sieht sie kaum. Seht ihr Sie lachen? Ja, sie lachen uns aus…

Die EU plant eine Verordnung durchzusetzen, in der eine völlige Nachtflugfreigabe möglich wäre. Ein Schlag ins Gesicht, wenn man bedenkt, was die Ärzte zu den Auswirkungen von unruhigen Schlaf durch Fluglärm sagen.

Informiert euch bitte hier in einem 5-Minuten-Info: http://www.kein-nachtflug.eu

Und unterschreibt folgenden Online Protest:

http://www.kein-nachtflug.eu/deutsch/jetzt_mitmachen/

 

Deutscher Ärztetag fordert umfassenden Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm

In einer Pressemitteilung fordern die deutschen Ärzte auf dem 115. Ärztetag in einem Beschluss den Bund und die Länder auf,  die Bevölkerung in Deutschland nachhaltig und umfassend vor den Folgen des Flugverkehrs durch Flugzeugabgase und Lärmemissionen zu schützen.

Aber lesen Sie doch selbst: PM_bundesweitAG_01_12_Ärztetag_Fluglärm

Mehr Informationen dazu finden Sie auch noch hier: http://www.fluglaerm-fakten.de und hier http://www.fluglaerm.de/

Verschiebung des Eröffnungstermins des Flughafens ‚Willy Brandt‘

Anwohner fordern:
Eine Verschiebung des Eröffnungstermins des Flughafens ‚Willy Brandt‘

Einen Monat vor der Eröffnung des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg in Schönefeld fordern mehrere Anwohner den Start per Eilantrag verschieben.

Sie werfen den Betreibern vor, die Betroffenen nicht ausreichend vor Fluglärm zu schützen. Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH verstoße dabei systematisch gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Flughafen ‚Willy Brandt‘. Die Anwaltskanzlei Baumann reichte die Klage nach eigenen Angaben am Freitag beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein.

Baumann sagte, der neue Flughafen in Schönefeld dürfe erst in Betrieb gehen, wenn die Anwohner gemäß der Genehmigung mit Lärmschutzfenstern, Lüftern und anderen Schallschutzmaßnahmen ausgestattet seien.

Hilfsweise wurde ein Antrag auf Aussetzung von Nachtflügen zwischen 22.00 und 6.00 Uhr eingereicht. Die Kanzlei von Baumann in Würzburg vertritt elf Privatkläger, die in vom Fluglärm betroffenen Orten in Brandenburg und Bezirk Treptow Köpenick wohnen.

Liebe Mitstreiter,

Unterstützen Sie die die geforderte Verschiebung des Eröffnungstermins bis zur Realisierung der Schallschutzmaßnahmen vor allem in der Nachtzeit.

Gesundheit ist nicht verhandelbar!

Einen Spendenaufruf zur Unterstützung finden Sie auf www.vuv-verein.de

Sie können Ihren Unterstützungsbeitrag auf das Konto des VUV überweisen:

VUV, Konto 364 100 9030, Bankleitzahl 160 500 00, MBS Potsdam
Kennwort: „Teilwiderruf PFB“ oder „Stopp NACHTFLUG“

Wichtig: Für eine Spendenbescheinigung ist zwingend Ihr Name und Ihre vollständige Anschrift nötig – der Name des Kontoinhabers reicht NICHT!