Einladung zum Fluglärmkabarett – 13.10. – 20:00 Uhr

Quelle: http://www.kunstfabrikkoepenick.de/stadttheatercoepenick/Fluglaerm.htm

Quelle: http://www.kunstfabrikkoepenick.de/stadttheatercoepenick/Fluglaerm.htm

Sinkender Untergrund, bröckelnde Wände, eine funktionsuntüchtige Brandschutzanlage – der Pleiteflughafen hat vieles zu bieten. Seien Sie dabei, wenn das Fluglärmkabinett auf Einladung der Bürgerinitiative und der Ortsgruppe BVBB im Dorfklub „Alte Schule“ auftritt.

Herr Runkel, Herr Diemenz und Frau Clainlich begleiten Sie dort auf Ihrem abenteuerlichen Flug durch Himmel und Hölle des beinahe fertigen Flughafens und eröffnen Ihnen das Neueste vom Neuen mit lustvollem Entertainment – Musik, Spaß und Unterhaltung sind garantiert. Sehen Sie aktuelle Beiträge beim Fluglärmkabarett reloaded – alles Unbekannte und Neue zum Thema BER – ein Flughafen wie ihn nie einer haben wollte. Sie werden während der Veranstaltung von der charmanten Stewardess Clarissa Clainlich begleitet, die Ihnen gerne Ihren wohlverdienten Tomateo serviert.

Mit an Bord sind außerdem bekannte Moderatoren aus Film und Fernsehen, Protagonisten, die in der Flughafenaffäre eine wesentliche Rolle spielten und noch spielen werden. Darsteller sind Olaf Michael Ostertag, Claudia Dornath, Mario Ecard und Peter Waschinsky.

Termin: Donnerstag 13. Oktober, 20:00 Uhr

Ort: Dorfklub Müggelheim „Alte Schule“

Eintritt: 10 Euro

Quelle: Müggelheimer Bote

Was sagen die Parteien zum BER vor der Wahl?

Im letzten Müggelheimer Boten stellten sich die Kandidaten unseres Wahlkreises vor. Die Fragen waren sehr BER-lastig, was in unserem Wahlkreis durchaus verständlich ist. An dieser Stelle möchten wir noch einmal die Antworten zu den BER Fragen unserer Kandidaten veröffentlichen. Die Reihenfolge der Parteien ist ohne jegliche Wertung gewählt. Vielleicht helfen ihnen diese Antworten bei der letzten Entscheidung kurz vor der Wahl.

Gregor Gysi, Die Linkegysi_gregor

MüBo: Müggelheim hat nach der Eröffnung des BER stark mit der Doppelbelastung durch An- und Abflüge zu leiden. Das heißt, dass der Ort mitten im Naherholungsgebiet jeden Tag durch Fluglärm beschallt wird. Wie können Sie den Müggelheimern helfen?

Gysi: Schon jetzt ist es auch mir gelungen, dass der Betreiber akzeptiert, dass er in größerem Umfange Lärmschutz zu gewährleisten hat. Nachdem ich mich erstmalig an den Betreiber wandte, wurde mir mitgeteilt, dass all die Lücken bestehen blieben, weil sie angeblich rechtens seien. Später dann hat der Betreiber nachgegeben und versichert, in wesentlich größerem Umfange Lärmschutz zu gewährleisten. Damit begründen sie jetzt immer die Kostensteigerungen, was insofern falsch ist, als diese hauptsächlich andere Ursachen haben. Außerdem setze ich mich für eine Änderung der Routen ein. Nicht nur der Wannsee, auch der Müggelsee ist zu schützen. Da die Gesundheit der Menschen Vorrang hat, müssen Flugzeuge dann eben einen Umweg fliegen. Dann wird es für die Fluggesellschaften etwas teurer. Na und? Die Gesundheit der Menschen hat Vorrang.

MüBo: Könnten Sie sich nach den Debatten um mögliche Gesundheitsgefährdungen der Anwohner des BER und den Lärmschutzauflagen einen anderen Standort für den BER vorstellen? Wie könnte eine Umsetzung aus Ihrer Sicht aussehen und würden Sie sich auch dafür einsetzen?

Gysi: Von Anfang an wäre der Standort Sperenberg der viel günstigere gewesen. Aber ich bin Realist und deshalb glaube ich nicht, dass nachdem Milliarden in den Bau des BER gesteckt wurden, man des einfach schließt und noch einmal Milliarden nach Sperenberg trägt. Ich verstehe den Wunsch aber ich halte ihn nicht für realisierbar.

MüBo: Wie stehen Sie zur neuentbrannten Debatte um die Offenhaltung des Flughafen Tegel?

Gysi: Mir wird immer wieder erklärt, dass die drei Beteiligten – also der Bund, Berlin und Brandenburg – keinen Moment daran denken, Tegel offen zu halten, wenn der BER eröffnet wird. Außerdem wird heute weltweit auf innerstädtische Flughäfen verzichtet. Selbst wenn es zu einer Offenhaltung käme, wäre sie ja nur vorübergehend und verschöbe nur Probleme, löste sie nicht.

Matthias Schmidt, SPDMatthias Schmidt

 MüBo: Müggelheim hat nach der Eröffnung des BER stark mit der Doppelbelastung durch An- und Abflüge zu leiden. Das heißt, dass der Ort mitten im Naherholungsgebiet jeden Tag durch Fluglärm beschallt wird. Wie können Sie den Müggelheimern helfen?

Schmidt: Nicht anders als bisher, aber wirksamer. Ich habe in der Bezirksverordnetenversammlung ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr eingebracht und dafür geworben, sowie die konsequente Umsetzung wirksamer Schallschutzmaßnahmen ohne Hintertürchen. Nachtschlaf ist für mich ein Menschenrecht, hinter dem wirtschaftliche Interessen zurückstehen müssen. Diese Forderung werde ich auf Bundesebene stellen und damit mehr Gehör finden.

MüBo: Könnten Sie sich nach den Debatten um mögliche Gesundheitsgefährdungen der Anwohner des BER und den Lärmschutzauflagen einen anderen Standort für den BER vorstellen? Wie könnte eine Umsetzung aus Ihrer Sicht aussehen und würden Sie sich auch dafür einsetzen?

Schmidt: Einen anderen Standort kann ich mir nicht erst seit Beginn der, wie Sie es nennen, Debatten um mögliche Gesundheitsgefährdungen vorstellen. Eine solche Infrastrukturmaßnahme ist ein Eingriff in Natur und Umwelt und auch eine latente Gefährdung für den Menschen. Aber das ist jede Infrastrukturmaßnahme und ich warne vor Panikmache. Jeder Mensch, der eine Flugreise plant, sollte sich vorher überlegen, ob die Strecke auch mit anderen Verkehrsmitteln zu bewältigen wäre. Gesundheitsgefährdungen zu erfassen und zu dokumentieren fordern wir seit langem und zwar nicht nur für die unmittelbaren Anwohner. Aber so wie ich vor Panik auf der einen Seite warne, warne ich vor überzogenen Hoffnungen auf Aussagefähigkeit und Konsequenzen von Gesundheits- und Umweltmonitoring. Kein Standort wäre frei von Eingriffen in Natur und Umwelt. Obwohl, wie Sie wissen, meine Partei sich damals für einen besseren Standort eingesetzt hatte ist ein Umzug an einen anderen Standort angesichts eines fast fertigen Flughafens in Schönefeld nicht vertretbar.

MüBo: Wie stehen Sie zur neuentbrannten Debatte um die Offenhaltung des Flughafen Tegel?

Schmidt: Was Recht ist, muss Recht bleiben – in Treptow-Köpenick wie in Tegel: Wenn BER öffnet, wird Tegel geschlossen.

Fritz Niedergesäß, CDUFritz Niedergesäß - CDU -  08.07.2013

MüBo: Müggelheim hat nach der Eröffnung des BER stark mit der Doppelbelastung durch An- und Abflüge zu leiden. Das heißt, dass der Ort mitten im Naherholungsgebiet jeden Tag durch Fluglärm beschallt wird. Wie können Sie den Müggelheimern helfen?

Niedergesäß: Als Bohnsdorfer habe ich 1989 die Initiative gegen den Fluglärm gegründet. Für Müggelheim müssen bei der Festlegung der Flugrouten die wirklichen Probleme (z. B. Hoffmannkurve) mit bedacht werden.

MüBo: Könnten Sie sich nach den Debatten um mögliche Gesundheitsgefährdungen der Anwohner des BER und den Lärmschutzauflagen einen anderen Standort für den BER vorstellen? Wie könnte eine Umsetzung aus Ihrer Sicht aussehen und würden Sie sich auch dafür einsetzen?

Niedergesäß: Einen neuen Standort kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Die eventuellen Standorte Sperenberg oder Altes Lager hat das Land Brandenburg 1996 verhindert, nachdem die Volksabstimmung die Fusion von Berlin und Brandenburg unmöglich gemacht hat.

MüBo: Wie stehen Sie zur neuentbrannten Debatte um die Offenhaltung des Flughafen Tegel?

Niedergesäß: Ich bin für die Offenhaltung des Flughafen Tegel, da Berlin eigentlich zwei Flughäfen benötigt. Eine dritte Landebahn in Schönefeld ist nicht mehr durchsetzbar.

Harald Moritz, Bündnis 90 / Die GrünenHarald Moritz

MüBo: Müggelheim hat nach der Eröffnung des BER stark mit der Doppelbelastung durch An- und Abflüge zu leiden. Das heißt, dass der Ort mitten im Naherholungsgebiet jeden Tag durch Fluglärm beschallt wird. Wie können Sie den Müggelheimern helfen?

Moritz: Wie schon oben ausgeführt müssen die bundesrechtlichen Regelung zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm dringend verbessert werden. Im Berliner Abgeordnetenhaus habe ich mich u.a. für ein Nachtflugverbot von 22-6 Uhr eingesetzt und werde ich weiter daran arbeiten, dass der zeitgleiche unabhängige Parallelbetrieb beider Pisten am BER keine Prämisse mehr ist.

MüBo: Könnten Sie sich nach den Debatten um mögliche Gesundheitsgefährdungen der Anwohner des BER und den Lärmschutzauflagen einen anderen Standort für den BER vorstellen? Wie könnte eine Umsetzung aus Ihrer Sicht aussehen und würden Sie sich auch dafür einsetzen?

Moritz: Ja, ich könnte mir einen anderen Standort vorstellen. Allerdings sehe ich z.Z. keine Möglichkeit die Standortentscheidung rückgängig zu machen bzw. die Planung für einen Ersatzstandort in Angriff zu nehmen. Deshalb setze ich mich für einen besseren Schutz der Bevölkerung ein, unabhängig davon ob das die Wirtschaftlichkeit des BER mindert. Das ist der Preis dieses Standortes.

MüBo: Wie stehen Sie zur neuentbrannten Debatte um die Offenhaltung des Flughafen Tegel?

Moritz: Ich bin gegen eine dauerhafte Offenhaltung von Tegel, weil die Schließung Tegels ein Bestandteil des Konsensbeschlusses und der Planfeststellung des BER ist. Auch aus Gründen der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes ist die Schießung von Tegel nach rechtskonformer Eröffung des BER notwendig.

Volker Schröder, PIRATENWahl-Volker Schröder

MüBo: Müggelheim hat nach der Eröffnung des BER stark mit der Doppelbelastung durch An- und Abflüge zu leiden. Das heißt, dass der Ort mitten im Naherholungsgebiet jeden Tag durch Fluglärm beschallt wird. Wie können Sie den Müggelheimern helfen?

Schröder: Der Betrieb von BER wird Fluglärm in Müggelheim verursachen. Daher ist es dringend erforderlich, das die Schallschutzanträge endlich zügig bearbeitet werden und alle Betroffenen antragsberechtigt werden. Da die Nachtruhe für Gesundheit, Wohlbefinden und Lernvermögen besonders wichtig ist, werde ich mich für ein striktes Nachtflugverbot von 22-6 Uhr einsetzen. Außerdem werde ich darauf drängen, die Abflugrouten zu überarbeiten und besiedeltes Gebiet gezielt zu umfliegen und, wann immer möglich, Lärm-mindernde Anflugverfahren zu nutzen. Der Flughafen Frankfurt/Main demonstriert eindrücklich, dass dies möglich ist. Die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit von tausenden Betroffenen muss stärker wiegen als sogenannte Wirtschaftlichkeitsargumente.

MüBo: Könnten Sie sich nach den Debatten um mögliche Gesundheitsgefährdungen der Anwohner des BER und den Lärmschutzauflagen einen anderen Standort für den BER vorstellen? Wie könnte eine Umsetzung aus Ihrer Sicht aussehen und würden Sie sich auch dafür einsetzen?

Schröder: Schon als die Standortentscheidung für BER getroffen wurde, war mir klar, das dies keine sachlich vernünftige Entscheidung war, sondern andere Gründe ausschlaggebend gewesen sein mussten. Damals lag ein Angebot zur 100% privaten Finanzierung für den Standort Sperenberg vor, sogar inklusive einer guten Schienenanbindung. Gleichzeitig fanden sich keine Investoren die den Standort Schönefeld finanzieren wollten, da ein wirtschaftlicher Betrieb schon damals als unwahrscheinlich angesehen wurde. Die Gesundheitsgefährdung sehr vieler Menschen, insbesondere durch Fluglärm, war schon damals erkennbar. Tegel soll geschlossen werden, um die dort lebenden Menschen zu entlasten. Daraus hätte zwingend folgen müssen, das Schönefeld kein geeigneter Standort für einen zukunftsweisenden Hauptstadtflughafen sein kann. Daher sollte zeitnahe mit der Planung eines angemessenen Standorts begonnen werden. Angesichts der gravierenden Baumängel am Flughafen BER halte ich es für möglich, das die noch erforderlichen Baukosten zur Fertigstellung, die projektierten Gesamtkosten übersteigen werden und daher eine sofortige Einstellung des Projekts die wirtschaftlichste Möglichkeit zur Schadensbegrenzung darstellen kann. Das jetzige Gelände des BER ließe sich deutlich sinnvoller nutzen. Mit der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur würde es sich anbieten, zunächst attraktive P+R-Möglichkeit mit ausreichender Kapazität zu schaffen, außerdem ließe sich auch ein modernes autofreies Siedlungsgebiet, mit intelligent geplanter Infrastruktur, entwickeln.

MüBo: Wie stehen Sie zur neuentbrannten Debatte um die Offenhaltung des Flughafen Tegel?

Schröder: Tegel sollte eigentlich längst geschlossen und die betroffenen Anwohner vom Fluglärm befreit sein. Statt dessen wurde die Anzahl der Flugbewegungen deutlich erhöht. Es gibt inzwischen auch regelmäßig lautere relativ tief fliegende Flugzeuge über Treptow-Köpenick im Landeanflug auf Tegel. Wenn Tegel geschlossen würde, ohne BER zu eröffnen, könnten die Berliner auf den Flughafen Halle/Leipzig ausweichen oder das Luftkreuz ihres Fernfluges mit der Bahn erreichen. Daher sollte die Entscheidung über die Verlängerung des Betriebs von Tegel per Volksentscheid von den Einwohnern Berlins getroffen werden.

Volker Thiel, FDPthiel_volker-4

MüBo: Müggelheim hat nach der Eröffnung des BER stark mit der Doppelbelastung durch An- und Abflüge zu leiden. Das heißt, dass der Ort mitten im Naherholungsgebiet jeden Tag durch Fluglärm beschallt wird. Wie können Sie den Müggelheimern helfen?

Thiel: Selbst als Mitglied des Deutschen Bundestages hat man nur indirekte Einflussmöglichkeiten auf die Festlegung der Flugrouten. Diese Möglichkeiten im Interesse der Müggelheimer und anderen Betroffenen zu nutzen, ist selbstverständlich!

MüBo: Könnten Sie sich nach den Debatten um mögliche Gesundheitsgefährdungen der Anwohner des BER und den Lärmschutzauflagen einen anderen Standort für den BER vorstellen? Wie könnte eine Umsetzung aus Ihrer Sicht aussehen und würden Sie sich auch dafür einsetzen?

Thiel: Der BER kann nicht verlagert werden! Wer das behauptet, ist unseriös. Was wir fordern und leisten können ist, die Diskussion über die Flugrouten weiter zu führen und gleichzeitig einen optimalen Lärmschutz für alle Betroffenen zu fordern/gewährleisten.

MüBo: Wie stehen Sie zur neuentbrannten Debatte um die Offenhaltung des Flughafen Tegel?

Thiel: Der Flughafen Tegel sollte bis zur vollständigen Inbetriebnahme vom BER offen gehalten werden. Danach ist er zu schließen.

 

Vielen Dank an den Müggelheimer Boten. Die vollständigen Interviews sind dort nachzulsesen. www.mueggelheimer-bote.de

 

Klage gegen Müggelseeroute abgewiesen

Die BI Müggelheim hat sich immer für die Durchführung einer alternativen Prüfung der Flugrouten bezüglich der Fluglärmbelastung, unter Einbeziehung des Natur- und Umweltschutzes eingesetzt. Die Zielstellung ist leider auch im Regierungsentwurf der 3. Fluglärmschutzverordnung noch nicht ausreichend angedacht.

Die BI Müggelheim setzt sich für die Vermeidung der Doppelbelastung – Vermeidung von An- und Abflügen über eine Ortslage – durch den BER ein.

Es wird gefordert, daß die Anwendung von Flugverfahren bzw. Flugrouten die die Doppelbelastung vermindern bzw. beseitigen am stadtnahen BER zielstrebig umgesetzt wird.

Bilder von der Großdemo am 24.11.2012

(Fotos: FBI, Jacobius)

Am 24. November fand die letzte Großdemo dieses Jahres gegen den BER statt – im Herzen Berlins. Start war am Potsdamer Platz, Ziel die SPD-Zentrale an der  Wilhelmstraße. Dort tagten an dem Tag die wichtigsten Köpfe der Sozialdemokraten.  Beim Protestzug liefen auch etwa 50 Müggelheimer mit, die sich mit ihren Protest-T- Shirts, Pfeifen und Tröten hinter dem großen Banner der BIM versammelt hatten.  Insgesamt waren etwa 4000 Demonstranten dabei, auch aus Köln und Leipzig. Denn die  Demo war Teil eines bundesweiten Aktionstages gegen Nachtflüge.

Besonders eindrucksvoll war eine Videobotschaft des ehemaligen Résistance-Kämpfers  Stéphane Hessel, der die Menschen dazu aufrief, sich für ihre Rechte einzusetzen und  dafür zu kämpfen. Nur so könne man etwas erreichen. Er wünschte uns allen Glück im  Kampf gegen die politischen Ungerechtigkeiten und die Willkür im Rahmen des BER.

Der stellvertretende Vorsitzende des BVBB, Dierks, wies noch einmal auf das Grundübel  am BER hin: den falschen Standort. Außerdem verwies er auf das  Nachnutzungskonzept.

Im Rahmen der SPD-Aktion „Bürgerdialog – was soll besser werden in Deutschland“  wurden Postkarten an die Demonstranten verteilt, auf die sie ihre Wünsche schreiben  konnten. Von Wowereit muss weg“ bis „Recht auf Nachtruhe“ reichte die Palette der  Wunschkarten, die dann direkt in der SPD-Zentrale abgegeben wurden.

 

Müggelheimer sind sich der Gefahr bewusst

Etwa 75 Prozent aller Wahlberechtigten aus Müggelheim haben ihre Unterschrift beim Volksbegehren gegen Nachtflüge geleistet. Ein super Ergebnis, zeigt es doch, dass sich die Müggelheimer der drohenden Gefahr durch den BER bewusst sind. Schließlich wird der kleine Ortsteil von Treptow-Köpenick nach der Eröffnung (wann auch immer die sein wird) tagtäglich beschallt werden und somit einer der wenigen Orte sein, die der Doppelbelastung durch An- und Abflüge ausgesetzt sind.

Insgesamt hat die kleine Bürgerinitiative Müggelheim (BIM) 9200 Unterschriften gesammelt, von denen 4050 aus Müggelheim stammen – was einem Wähleranteil von etwa 75 Prozent entspricht.

Die Fracht braucht keine Nacht

von Henry Klix, Originalartikel: http://www.pnn.de/pm/681276/

Flugverkehrsexperte entkräftet bei Bürgerforum in Teltow wichtiges Argument für Nachtflüge am BER.

Teltow – Die Wirtschaft braucht keinen neuen Großflughafen Schönefeld mit Nachtbetrieb. Das war die wichtigste Botschaft eines Bürgerforums am Donnerstagabend im Stubenrauchsaal. Etwa 130 Gäste waren der Einladung des Teltower Rathauses mit der Initiative „Teltow gegen Fluglärm“ gefolgt, hochkarätige Fachleute im Podium konnten zum laufenden Volksbegehren befragt werden. Einer von ihnen: der Kasseler Flugverkehrsexperte Richard Vahrenkamp.

Vahrenkamp entkräftete das Argument von Wirtschaftspolitikern und Industrieverbänden, dass der Nachtflug am neuen BER von der Wirtschaft benötigt werde. Die gängige Parole „Fracht braucht Nacht“ sei von „Lufthansa Cargo“ im Streit um den Flughafen Frankfurt /Main erfunden und von Wirtschaftspolitikern und Verkehrsexperten übernommen worden, sagte Vahrenkamp. „Empirisch belegen lässt sich das nicht.“

Zuletzt hatten Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und die Berliner Industrie- und Handelskammer mit Blick auf die Wirtschaft gefordert, das Nachtflugverbot von 0 bis 5 Uhr nicht aufzuweiten. Volksbegehren in Berlin und Brandenburg setzen sich für Ruhezeiten von 22 bis 6 Uhr ein. Logistikprofessor Vahrenkamp hat gerade eine Studie für den BER abgeschlossen, die die Fluglärmgegner bestärken dürfte: Bei einer Befragung der 20 führenden Industrieunternehmen in Berlin und Brandenburg habe kein einziges einen Nachtflugbedarf artikuliert. „Es gibt ohnehin ein sehr geringes Interesse an Luftfracht in Schönefeld“, so Vahrenkamp. Continue reading

Gespräch mit dem Bezirksbürgermeister

Die BIM hatte am 11. September ihren offiziellen Antrittsbesuch bei Bezirksbürgermeister Oliver Igel. Es verlief in freundlicher und konstruktiver Atmosphäre. Er versicherte uns seine Solidarität und sicherte uns Unterstützung zu im Bemühen, das Leid der Doppelbelastung durch den BER zu reduzieren. So versprach er, Anfang kommenden Jahres an einer Informationsveranstaltung in Müggelheim teilnehmen zu wollen. Genauso hakt er aber auch immer wieder beim Senat nach, um ein Gesundheitsmonitoring an unserer Grundschule durchzusetzen (es müsste fünf Monate vor Inbetriebnahme des BER beginnen). Und die Probleme der früheren Behelfsheime, die durch das Raster der Schallschutzmaßnahmen fallen sollen, kannte er noch gar nicht. Auch darum will er sich kümmern. Alles in allem ein angenehmes Gespräch, bei dem wir das Gefühl hatten, dass sich endlich mal jemand auch um die Müggelheimer Flughafen-Probleme kümmert. Übrigens hat er auch spontan zugesagt, den Aktionstag für das Volksbegehren am 22. September aktiv zu unterstützen…

Kostenlose Info für Herrn Schwarz

Mit Fluglärm in einer Lautstärke von 85 dB wurde am 19. August BER-Chef Schwarz beim sonntäglichen Frühstück gestört. Die Stahnsdorfer Bürgerinitiative hatte die Beschallung organisiert – vom Wasser aus. Denn Herr Schwarz wohnt in einer modernen Villa direkt am Ufer des Griebnitzsees. Auch drei Leute von der Müggelheimer Bürgerinitiative waren bei dieser kleinen aber feinen Aktion dabei und haben stellvertretend für den Südosten gesprochen. Denn es wird Zeit, dass Herr Schwarz seinen Sessel räumt: Genug mit Lug und Trug. Das Debakel muss ein Ende haben und die Bürger sollen endlich zu ihrem Recht kommen.

 

Protokoll öffentliche Sprecherrats-Sitzung 31.5.2012

Anwesend: 18 Personen, darunter Jo Quast und Ralf Müller vom FBI. Ort: Dorfklub

1. Umweltmonitoring

Hintergrund: Aussprache aufgrund von Vermutungen in Müggelheim, dass die Karten manipuliert seien (nur Trinkwassergalerien rund um den Müggelsee eingezeichnet, nicht die anderen die Müggelheim/Gosen betreffen würden)

Ralf Müller, FBI: Nur aktive Brunnen in die Karte aufgenommen, nicht die stillgelegten. Deswegen nur rings um Müggelsee eingezeichnet. FBI würde jeden Stein einzeln umdrehen, um Unstimmigkeiten im Planfeststellungsverfahren ausfindig zu machen – dazu gehören auch fehlende Gutachten zum Umweltschutz. Umweltmonitoring sei nur ein Baustein von vielen. Sie behielten das große Ganze im Blick und wollen mit vielen, vielen Stacheln versuchen, dem BER ein Bein zu stellen. FBI hat viele Experten, auf die sie zurückgreifen kann. FBI sei zwar die jüngste BI im Boot. Aber an ihr würde das Ausmaß an Betrug und Vertuschung auch am deutlichsten. Oberste Priorität hätte zwar immer noch die Müggelseeroute, doch auch Nachtflug, Drehkreuz und Standort würden angeprangert mit allen Mitteln.

BIM-Mitglieder: BIM unterstützt Umweltmonitoring, aber stillgelegte Brunnen sollen mit berücksichtigt werden. Schließlich können sie jederzeit wieder aktiviert werden. Das gesamte Gebiet betrachten und nicht an Flugrouten festmachen.

Fazit der Aussprache: enge Zusammenarbeit der Bis, das große Ganze im Blick behalten und nicht an Flugrouten festmachen, nach außen ein einheitliches Bild geben. Bundesweit schlagkräftig werden, weil wir es mit einer bundesweit agierenden Lobby zu tun haben.

2. Gesundheitsmonitoring

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