Umweltverträglichkeit der Flugrouten am BER

Die Notwendigkeit der Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens durch die EU zeigt deutlich mit welcher Leichtfertigkeit der ehemalige Vorsitzende des Aufsichtsrates Wowereit mit den Gesetzen und Vorschriften umgeht.

Wowereit war nie in der Lage den Schutz der Fluglärmbetroffenen und der Natur entsprechend den Gesetzen der BRD mit seinen Pflichten und Wünschen als Aufsichtsratsvorsitzender in Einklang zu bringen. Er ist im Aufsichtsrat fehl am Platze und  sollte schlichtweg auch als Aufsichtsratsmitglied zurücktreten.

Die Betroffenen können nur hoffen, dass der Ministerpräsident des Landes Brandenburg als Hausherr und Aufsichtsratsvorsitzender aus der bisherigen Misere die Konsequenzen zieht.

Dazu noch einige Anmerkungen:

  • Der Standort Schönefeld ist auf jedenfall als Singlestandort ungeeignet und wird den Flugbedarf im Raum Berlin Brandenburg mit zwei Bahnen nicht abdecken können.
  • Um den Standort Schönefeld entsprechend den Erfordernissen des Lärmschutzes, des Umweltschutzes sowie auch ökonomisch betreiben zu können, ist ein parallel abhängiger Betrieb der beiden Bahnen des BER-Schönefeld erforderlich.
  • Es sei daran erinnert, dass nicht nur die Müggelseeroute über Naturschutzgebiete  führt, sondern beispielsweise auch die Anflugrouten und hier vor allem die Anflugroute 25R (http://www.buzer.de/flugrouten/EDDB-SID-25R.htm) über wesentliche Naturschutzgebiete führt. Bei Belastung dieser  Route durch An- und Abflüge kann vom Naturschutz keine Rede mehr sein.
  • Die Verlegung der Müggelseeroute auf die Anflugroute  würde der Forderung der  Vermeidung der Doppolbelastung widersprechen und dem partiellen Naturschutz in eklatanter Weise den Vorrang gegenüber dem notwendigen  Lärmschutz einräumen.
  • Die im Jahre 2012 erstmals festgesetzten Flugrouten (übrigens sind die parallelen  Fluglinien des PFB [http://de.wikipedia.org/wiki/Planfeststellung] nie als Flugrouten gedacht gewesen) sind auf Grund der  Forderung des  Aufsichtsratsvorsitzenden nach einem parallelen unabhängigen  Betrieb, vom BAF (http://www.baf.bund.de) so festgesetzt worden. Hier wird deutlich das es eklatante Planungsfehler gegeben hat. Die Hinweise zum Lärmschutz und Naturschutz wurden in der Anhörung zum PFB vernachlässigt bzw. missachtet.

Maucher
Sprecher der AG Planfeststellung

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One Response to Umweltverträglichkeit der Flugrouten am BER

  1. Mike says:

    Mit diesen Betrügereien bekam der BER eine Zulassung, diese müsste man ihm natürlich wieder entziehen. Mit jedem Privat oder anderen Geschäftsmann hätte man das auch gemacht!!!

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