Pressemitteilung der Initiative für ein Nachtflugverbot

80% der Müggelheimer Wahlberechtigten haben sich in der 1. Stufe des Volksbegehrens im Sommer 2011 für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr ausgesprochen. Das verdient Respekt!

An der Sitzung des Verkehrsausschusses am 14.03.2012  nahmen als Zuhörer von der BI Müggelheim Herr Dr.Stein (stein@bi-mueggelheim.de) und Herr Gustmann (gustmann@bi-mueggelheim.de) teil.

Pressemitteilung der Initiative für ein Nachtflugverbot

In der ersten Stufe des Volksbegehrens für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr am künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) wurde im Sommer/Herbst vergangenen Jahres mit 27.850 gültigen Unterschriften das notwendige Quorum von mindestens 20.000 gültigen Unterschriften deutlich überschritten.
Obwohl der Senat bereits in seiner Sitzung vom 15.11.2011 den Inhalt des Volksbegehrens abgelehnt hat, den Antrag selbst jedoch mit der Empfehlung seiner Ablehnung an das Berliner Abgeordnetenhaus weiterleiten wollte,
ist dieser dort bisher noch nicht behandelt worden.
 Die Initiative für ein Nachtflugverbot fordert die Damen und Herren

Abgeordneten aller Parteien auf, in Anbetracht der bevorstehenden Eröffnung des Flughafens BER und des bisher völlig unzureichenden Schallschutzes der betroffenen Anwohner vor Fluglärm, insbesondere des krankmachenden Nachtfluglärms, nunmehr dem Gesundheitsschutz der Betroffenen Vorrang einzuräumen und für das zwingend notwendige Nachtflugverbot zu votieren.

Zehntausenden in den An-/Abflugkorridoren wohnenden Menschen, die tags hart und verantwortungsbewusst arbeiten müssen, Kindern , Kranken, Alten wird die Nachtruhe geraubt.
Nachtfluglärm und gestörter Schlaf können zu gesundheitlichen Folgen wie erhöhtes Risiko von Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen , Herzinfarkt, Schlaganfall, psychischen Störungen, möglichen bösartigen Neubildungen (Krebs), Störungen des Immunsystems
und nicht zuletzt auch zu erhöhter Unfallgefährdung führen.

Kinder, die wesentlich mehr als 8 Stunden Schlaf benötigen und bereits 16 Stunden Tagfluglärm ausgesetzt sind, werden in ihrer psychischen und sozialen Entwicklung gehemmt, es drohen Lernstörungen und Verhaltensauffälligkeiten.

Diesbezüglich existiert eine inzwischen umfangreiche medizinische/wissenschaftliche Literatur,
deren Aussagen leider von einigen wenigen älteren Arbeits-/Lärmmedizinern, die gut bezahlte flughafenbetreiberfreundliche Gutachten erstellen, ignoriert oder selektioniert wiedergegeben werden.

Auch das Umweltbundesamt hat seit mehr als 10 Jahren, zuletzt im Januar 2012, auf die Notwendigkeit eines Nachtflugverbotes von 22 bis 6 Uhr hingewiesen.
Wie erst in den letzten Tagen bekannt wurde, ist schon am 07.10.1994 im Umweltministerium des Landes Brandenburg im Rahmen des Raumordnungsverfahrens festgestellt worden: „Aus der Sicht des Immisionsschutzes ist wegen der großen Anzahl lärmbeeinträchtigter Menschen, die insbesondere bei Nachtflugverkehr
mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Herzinfarktrisiko ausgesetzt werden würden,
der Standort Schönefeld-Süd auszuschliessen , um das grungesetzlich geschützte Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (GG Art. 2 (2)) gewährleisten
zu können.“

In Anbetracht dessen, dass nunmehr auch von führenden Poltikern
die falsche Standoertentscheidung eingeräumt wird, sollte ein Kompromiss,
der ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr einschliesst, nicht länger
hinausgezögert werden.
Es ist den am stärksten belasteten Bürgern in den Berliner Ortslagen
Bohnsdorf, Karolinenhof, Schmöckwitz Siedlung, Müggelheim und auch in den Brandenburger flughafennahen Gemeinden nicht zuzumuten, zusätzlich krankmachendem Nachtfluglärm ausgesetzt zu sein.

Für die Initiative Nachtflugverbot

Dr. Stein

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2 Responses to Pressemitteilung der Initiative für ein Nachtflugverbot

  1. brandon says:

    Do you have a youtube channel?

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