Klage gegen Müggelseeroute abgewiesen

Die BI Müggelheim hat sich immer für die Durchführung einer alternativen Prüfung der Flugrouten bezüglich der Fluglärmbelastung, unter Einbeziehung des Natur- und Umweltschutzes eingesetzt. Die Zielstellung ist leider auch im Regierungsentwurf der 3. Fluglärmschutzverordnung noch nicht ausreichend angedacht.

Die BI Müggelheim setzt sich für die Vermeidung der Doppelbelastung – Vermeidung von An- und Abflügen über eine Ortslage – durch den BER ein.

Es wird gefordert, daß die Anwendung von Flugverfahren bzw. Flugrouten die die Doppelbelastung vermindern bzw. beseitigen am stadtnahen BER zielstrebig umgesetzt wird.

Umweltverträglichkeit der Flugrouten am BER

Die Notwendigkeit der Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens durch die EU zeigt deutlich mit welcher Leichtfertigkeit der ehemalige Vorsitzende des Aufsichtsrates Wowereit mit den Gesetzen und Vorschriften umgeht.

Wowereit war nie in der Lage den Schutz der Fluglärmbetroffenen und der Natur entsprechend den Gesetzen der BRD mit seinen Pflichten und Wünschen als Aufsichtsratsvorsitzender in Einklang zu bringen. Er ist im Aufsichtsrat fehl am Platze und  sollte schlichtweg auch als Aufsichtsratsmitglied zurücktreten.

Die Betroffenen können nur hoffen, dass der Ministerpräsident des Landes Brandenburg als Hausherr und Aufsichtsratsvorsitzender aus der bisherigen Misere die Konsequenzen zieht.

Dazu noch einige Anmerkungen:

  • Der Standort Schönefeld ist auf jedenfall als Singlestandort ungeeignet und wird den Flugbedarf im Raum Berlin Brandenburg mit zwei Bahnen nicht abdecken können.
  • Um den Standort Schönefeld entsprechend den Erfordernissen des Lärmschutzes, des Umweltschutzes sowie auch ökonomisch betreiben zu können, ist ein parallel abhängiger Betrieb der beiden Bahnen des BER-Schönefeld erforderlich.
  • Es sei daran erinnert, dass nicht nur die Müggelseeroute über Naturschutzgebiete  führt, sondern beispielsweise auch die Anflugrouten und hier vor allem die Anflugroute 25R (http://www.buzer.de/flugrouten/EDDB-SID-25R.htm) über wesentliche Naturschutzgebiete führt. Bei Belastung dieser  Route durch An- und Abflüge kann vom Naturschutz keine Rede mehr sein.
  • Die Verlegung der Müggelseeroute auf die Anflugroute  würde der Forderung der  Vermeidung der Doppolbelastung widersprechen und dem partiellen Naturschutz in eklatanter Weise den Vorrang gegenüber dem notwendigen  Lärmschutz einräumen.
  • Die im Jahre 2012 erstmals festgesetzten Flugrouten (übrigens sind die parallelen  Fluglinien des PFB [http://de.wikipedia.org/wiki/Planfeststellung] nie als Flugrouten gedacht gewesen) sind auf Grund der  Forderung des  Aufsichtsratsvorsitzenden nach einem parallelen unabhängigen  Betrieb, vom BAF (http://www.baf.bund.de) so festgesetzt worden. Hier wird deutlich das es eklatante Planungsfehler gegeben hat. Die Hinweise zum Lärmschutz und Naturschutz wurden in der Anhörung zum PFB vernachlässigt bzw. missachtet.

Maucher
Sprecher der AG Planfeststellung

Die momentane Situation am Flughafen

Dies ist die Präsentation, die auch zur öffentlichen Versammlung am 11.04.2013 im Dorfklub Müggelheim gezeigt wurde.

Sie können die Präsentation auch als PDF-Datei herunterladen:
Präsentation – BIM-Initiatorentreffen 11.04.2013

Pressemitteilung – Brief an Herrn Ramsauer

Sehr geehrter Herr Minister,

wie Sie bereits durch Briefe anderer Bürgerinitiativen der Bündnisse Südost und ABB informiert wurden, finden unsere regelmäßigen Mahnwachen vor Ihrem Ministerium statt, um unserer Forderung, sich dem Beschluss des Brandenburger Landtages für ein Nachtflugverbot von 22.00 Uhr – 06.00 Uhr anzuschließen, Nachdruck zu verleihen.

Unsere BürgerInitiativeMüggelheim e.V. vertritt einen Ortsteil des Stadtbezirkes Treptow-Köpenick, der ca. 10 km von der Landeschwelle des Flughafen BER entfernt ist und damit besonders stark vom Fluglärm betroffen sein wird.

Nach dem Planfeststellungsbeschluss vom 13.08.2004, dem Planergänzungsbeschluss vom 20.10.2009 und insbesondere dem Abwägungsvermerk des BAF vom 26.01.2012 müssen wir davon ausgehen, dass zwei Drittel aller Anflüge auf der Nordbahn des  Flughafen BER über Müggelheim erfolgen werden. Das hängt unter anderem damit zusammen,  dass der Wind vorzugsweise aus westlichen und südwestlichen Richtungen (Windsektoren 225° bis 284°) weht. Gleichzeitig wurde festgelegt , dass 78% aller Starts  in Betriebsrichtung Ost über Müggelheim erfolgen.

Das heißt, für die 6 verkehrsreichsten Monate ist auf der Anflugstrecke 25RSTAR (über Müggelheim) und den Abflugstrecken von der Nord SLB in der Zeit von 05.00 Uhr – 24.00 Uhr geplant, dass durchschnittlich alle 4 bis 5 min ein Flugzeug Müggelheim bei der Landung vom nordöstlichen Siedlungsrand in etwa 640 m Höhe bis zum südwestlichen Siedlungsrand in 460 m Höhe und beim Start vom südwestlichen Siedlungsrand in 731m bis zum nordöstlichen Rand in 990 m Höhe überfliegt.

Davon sind 6500 Bürgerinnen und Bürger unseres Ortsteils betroffen.

Besonders hoch wird die Belastung in den Nachtstunden zwischen 22.00 Uhr und 24.00  Uhr und von 05.00 Uhr bis 06.00 Uhr. Hier müssen wir damit rechnen, dass die  Flugzeuge 6 mal die 55 dBA (innen) überschreiten dürfen, während am Tag 0 mal 55  dBA (innen) erlaubt sind. Eine Nachtflugregelung, die wir nur als – gelinde gesagt – menschenunfreundlich und insbesondere kinderfeindlich verstehen können.

Dabei bleibt unbeachtet, dass Müggelheim zu einem der traditionell größten Naherholungsgebiete Berlins mit seinen ausgedehnten Wäldern, dem Langen See, dem Seddinsee, dem großen und kleinen Müggelsee und der Müggelspree gehört und im Sommer ständig mehr als doppelt so viele Menschen in Müggelheim und Umgebung (Zeltplatz, Bootsanleger, Kleingärten) leben.
Zur Umgebung Müggelheims gehören die unter Naturschutz stehenden FFH-Gebiete wie das Teufelsmoor, die Krumme Lake und die Pelzlake.

Mit Hochachtung haben wir zur Kenntnis genommen, dass Sie, Herr Minister, sich in  einem Abkommen mit der Schweiz für eine großzügige Nachtflugregelung für die  Bewohner Süddeutschlands eingesetzt haben.
Deshalb setzen wir große Hoffnungen darauf, dass Sie sich dafür verwenden werden,  dass dieses Pilotprojekt auch für die dichter besiedelte Region Berlin-Brandenburg  Anwendung findet und Sie unsere Forderungen unterstützen.

Alle Beteiligten gehen heute davon aus, dass die Entscheidung für einen stadtnahen Flughafen, wie der BER, auf Grund der stark gesundheitsgefährdenden Auswirkungen auf hunderttausende Menschen falsch war. Inzwischen betonen auch immer mehr  Fachleute, dass ein solcher Flughafen keine Zukunft als Hauptstadtflughafen hat.

Deshalb bitten wir Sie:

  • setzen Sie sich für ein sofortiges Nachtflugverbot von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr ein,
  • lassen sie nicht zu, dass einige Gemeinden und Ortsteile im Umfeld des BER insbesondere das Naherholungsgebiet um den Müggelsee durch eine  Doppelbelastung 19 Stunden lang ununterbrochen durchschnittlich alle 4- 5  min durch Fluglärm massiv gestört werden,
  • prüfen Sie, ob gleichzeitig mit der Eröffnung des BER eine dritte Startbahn an einem weitaus günstigeren Standort (wie z.B. Neuhardenberg) durch private Investoren gebaut und für alle Low Cost Flüge sowie die Nachtflüge genutzt werden kann, was für alle Seiten günstiger, wirtschaftlicher sowie umwelt- und menschenfreundlicher wäre.

Dabei unterstützen wir als BI Ihre Position, dass die Offenhaltung des Flughafens Tegel  für uns zwar eine Entlastung brächte, aber eine innerstädtische Lösung für uns genauso inakzeptabel für alle Betroffenen ist wie die stadtnahe Lösung am BER.

Sie würden sich auch in der Hauptstadtregion große Verdienste erwerben, wenn Sie jetzt  mit dafür sorgen, dass Prüfverfahren eingeleitet werden, die für die Zukunft einen tatsächlichen Hauptstadtflughafen an einem dafür geeigneten Standort (s. „Ergebnisse  der Standortsuche, Phase 1 des ROV, Zusammenfassung der Gutachten“ Hrsg.: Berlin-Brandenburg Holding GmbH( BBF), 14.06.1993, S. 20ff ) mit privaten  Investoren vorbereiten, um die öffentlichen Steuergelder nicht weiter zu belasten.

Wir erwarten mit Spannung Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Sprecherrat der BürgerInitiativeMüggelheim e.V.

Leise Zukunft?

Für kommende Flugzeuggenerationen gibt es einige Verbesserungen, die den Schall von Flugzeugen verringern könnten. Das sind gute Aussichten für die Anwohner in Flughafennähe denkt man. Denn das immer größer werdende Flugverkehrsaufkommen lässt sie nicht mehr ruhig schlafen. Weltweit steigt das Lärmaufkommen und die Menschen werden immer gestresster. Das dies auch gesundheitliche Schäden nach sich zieht, haben zahlreiche Studien belegt.

Neben dem passiven Schallschutz könnte man aktiv an der Schallquelle ansetzen. So könnten zum Beispiel Triebwerke in Zukunft leiser werden und Wissenschaftler arbeiten derzeit daran die Triebwerksgeräusche zu verringern, in dem gezielter Gegenschall durch komprimierte Luft direkt am Triebwerk bestimmte Frequenzen auslöscht oder zumindest verringert. Lars Engelhardt vom DLR-Institut für Antriebstechnik in Berlin meint sogar: „Im Idealfall könnte der Triebwerkslärm so halbiert werden.“

Andere Forschungen beschäftigen sich mit den Geräuschen, die durch Luftströmungen am Flugzeug auftreten. Diese erzeugen beispielsweise im Landeanflug nahezu die gleiche Lautstärke wie die Turbinen selbst. Man könnte die Umströmungsgeräusche von Fahrwerk, Vorflügel und Landeklappen durch aerodynamische Konstruktionen verringern.

Quelle: Deutsche Flugsicherung

Quelle: Deutsche Flugsicherung

Ebenfalls erforscht werden flexiblere Anflugrouten. Mit einem neuen System, welches sich derzeit in der Erprobung befindet, ist es möglich Fluglärm im äußeren Anflugbereich zu reduzieren, Treibstoff zu sparen und den Schadstoffausstoß zu reduzieren. Bei  sogenannten „Continuous Descent Approach“- Anflügen (CDA) handelt es sich um einen kontinuierlichen Sinkflug ohne Unterstützung der Triebwerke. Mittels eines Point Merge Systems (PMS) werden die Flugzeuge in verschiedenen  Warteschleifen gesammelt und reihen sich aus unterschiedlichen Richtungen ein. Für den Endanflug ändert sich allerdings nichts, dieser wird weiterhin durch den Leitstrahl (ILS) in einem vorgegebenen Winkel und Kurs zur Landebahn geführt. Durch dieses „Reisverschlussverfahren“ könnten aber immerhin größere Flugzeuge wie Boeings 747 oder der Airbus A330 pro Flug fast eine halbe Tonne weniger Kerosin verbrauchen, wie die Umweltorganisation Atmosfair ermittelt hat.

So gibt es die eine oder andere interessante Innovation. Einige davon könnten schon sofort einen Einsatz finden andere sicherlich erst mit neuen Flugzeuggenerationen. Wie groß das Interesse ist, diese Innovationen in die Tat umzusetzen bleibt fraglich, da für die Fluggesellschaften nicht immer ein direkter Mehrwert entsteht. Wahrscheinlich werden wir einige Innovationen erst in 30 Jahren „nicht“ hören, wenn sich neue Flugzeuggenerationen am Markt etabliert haben.

Es liegt an uns Bürger immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass wir mit der derzeitigen Situation der Lärmbelastung nicht zufrieden sind. Es liegt an uns Druck auf die Politiker auszuüben einen gerechteren Flugverkehr zu fördern. Gerechter für die Anwohner und für die Umwelt.

Bis Technologien im Einsatz sind, die Flugzeuge geräuscharm starten und landen lassen, ist es notwendig die Bevölkerung vor dem krankmachenden Lärm zu schützen. Bis dahin ist es notwendig ein striktes Nachtflugverbot von 22:00 Uhr – 6:00 Uhr einzuhalten und Flughäfen nicht in stark bewohnte Gebiete zu bauen.

Trotzdem dürfen wir gespannt bleiben – wann diese Innovationen in die Praxis übernommen werden.

Quellen:

Bundestagswahl 2013  =  Fluglärmwahl

Ich möchte an dieser Stelle einen Bericht von Herrn Pfeiffer aus Mainz veröffentlichen, um zu zeigen, wie sinnlos das Fluglärmschutzgesetz ist. Hier der Beitrag:

Bundestagswahl 2013  =  Fluglärmwahl

Liebe Mitstreiter im Kampf gegen Fluglärm,
vor etwa drei Wochen erhielten Sie von uns eine Email mit der Frage: Ist das Fluglärm­ schutzgesetz (FluLärmG) geeignet, uns vor Fluglärm zu schützen? Die Antwort konnte nur „Nein!“ heißen. Heute schließen wir die zweite Frage und dritte Frage an:

Sind die verwendeten Grenzwerte und die vorgeschriebenen Berechnungsmethoden verwendbar?

Urteilen Sie selbst am Beispiel Flörsheim!

Am 12.08.2012 zwischen 8 und 9 Uhr morgens wurde Flörsheim von 24 Maschinen über­flogen. Die anfliegenden Maschinen haben dort über den Wohnhäusern eine Höhe von nur noch 400 m über Grund. Bei einer Geschwindigkeit von 240 km/h setzen sie zwei Minuten später und 8 km weiter auf der Landebahn auf.

Wenn Sie jemals einen Jumbo­Jet oder einen großen Airbus so tief über sich gesehen  und gehört haben, dann wissen Sie, welchen Höllenlärm deren Triebwerke verursachen  (und wie bedrohlich so ein Koloss in niedriger Höhe aussieht). Für jede dieser 24  Maschinen wurde Lärm mit einem Spitzenwert von 74 bis 84 db(A) gemessen. Wenn der  Lärm dieser 24 Flugzeuge nach den Regeln des FluLärmG in Dauerlärm umgerechnet  wird, errechnet man 62,3 db(A) für eine Stunde. Würde es danach den ganzen Tag ruhig  bleiben, errechnete man für den ganzen Tag einen Durchschnittswert von 48,5 db(A). Continue reading

Vorträge zur Schallschutzberatung online – 18.09.2012

Am Dienstag den 18. September fand im Dorfklub eine Schallschutzberatung der BI Müggelheim statt.

Auf der Tagesordnung standen folgende Punkte

  1. Erläuterungen zum Stand – Schallschutz für Betroffene in Müggelheim – Karl Georg Maucher
    –> Folien zum Herunterladen
    K. G. Maucher – Folien am 18.09.2012 Müggelheim
  2. Einsatzvoraussetzungen von Lüftern und bauphysikalische Probleme – Heinz Schöne
    –> Folien zum Herunterladen
    Heinz Schöne – Präsentation Energieberatung am 18.09.2012 Müggelheim
  3. Ermittlung des Schallschutzes und lärmphysikalische Probleme der Lüfter – Ulrich Geske –> Folien zum Herunterladen
    Ulrich Geske – Schalldämmberechnungen am 18.09.2012 Müggelheim –> Zeichnung der 80dB NAT 0 Kennlinie Klick aufs Bild

    Ulrich Geske – 80dB(NAT0)-Kontur(NO-BBI) am 18.09.2012 Müggelheim

Die Bürgerinitiative bedankt sich recht herzlich bei allen 3 Rednern für die interessanten Informationen aber vor allen Dingen wollen wir auch den Dank der Zuhörer, der im Nachhinein an die BI gerichtet wurde, an die Redner weitergeben. Vielen Dank auch an die Bereitstellung der Folien, um die die Zuhörer gebeten hatten.

 

 

 

 

Gespräch mit dem Bezirksbürgermeister

Die BIM hatte am 11. September ihren offiziellen Antrittsbesuch bei Bezirksbürgermeister Oliver Igel. Es verlief in freundlicher und konstruktiver Atmosphäre. Er versicherte uns seine Solidarität und sicherte uns Unterstützung zu im Bemühen, das Leid der Doppelbelastung durch den BER zu reduzieren. So versprach er, Anfang kommenden Jahres an einer Informationsveranstaltung in Müggelheim teilnehmen zu wollen. Genauso hakt er aber auch immer wieder beim Senat nach, um ein Gesundheitsmonitoring an unserer Grundschule durchzusetzen (es müsste fünf Monate vor Inbetriebnahme des BER beginnen). Und die Probleme der früheren Behelfsheime, die durch das Raster der Schallschutzmaßnahmen fallen sollen, kannte er noch gar nicht. Auch darum will er sich kümmern. Alles in allem ein angenehmes Gespräch, bei dem wir das Gefühl hatten, dass sich endlich mal jemand auch um die Müggelheimer Flughafen-Probleme kümmert. Übrigens hat er auch spontan zugesagt, den Aktionstag für das Volksbegehren am 22. September aktiv zu unterstützen…

Lizenz zum Lügen im Namen des Volkes

Pressemitteilung 134/12 Klein-Machnow

Das Flughafenurteil: “Lizenz zum Lügen im Namen des Volkes”

Zu den Anträgen auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, die dem Bundesverwaltungsgericht von Klägern aus Kleinmachnow, Rangsdorf und Zeuthen vorgelegt worden sind, habe es bei der mündlichen Verhandlung am 3. Juli dieses Jahres von Seiten des 4. Senats noch geheißen: Die Antragsteller könnten ziemlich sicher davon ausgehen, dass die erforderlich Frist eingehalten und von daher die Widereinsetzung  möglich sei. Bei der Urteilsverkündung am 31. Juli war dann aber alles anders – Ablehnung der Wiedereinsetzung und Ablehnung der Klagen wegen Verfristung. Da nach dem Ende der Klagefrist im Jahre 2005 mehr als ein Jahr verstrichen sei, könne ein Wiedereinsetzungsantrag nur bei Vorliegen „höherer Gewalt“ erfolgreich sein. Ein solcher Fall wäre, dass die Planfeststellungsbehörde bei den Klägern einen Irrtum über die Möglichkeit der eigenen Betroffenheit erregt hätte. Dass genau dieses den Kläger widerfahren ist, wollte der 4. Senat jedoch nicht erkennen. „Das war die eigentliche Überraschung am heutigen Tag“, kommentiert MICHAEL LIPPOLDT das Urteil von Leipzig. Continue reading