Antwort der EU auf Petition Fluglärm bis 2020 halbieren

Vor einiger Zeit haben wir aufgerufen die Petition von Helmut Supik zu unterstützen. Es geht darum, dass der Bundesverkehrsminister Herr Ramsauer den Bahnlährm bis 2020 halbieren möchte aber den Fluglärm komplett außen vor lässt. Herr Supik fordert beim EU- Kommissar Janez Potocnik der Europäische Union auch den Fluglärm bis 2020 zu halbieren.

Der Aufruf findet sich hier: http://bi-mueggelheim.de/?p=643

Inzwischen gibt es eine Antwort des zuständigen EU Büros, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.

Zitat: 

… Uns sind die gesundheitlichen Gefahren übermäßiger Lärmbelastung bekannt, und wir haben ihren Vorschlag mit großem Interesse zur Kenntnis genommen…  Gemäß der Richtlinie 2002/49/EG… müssen die Mitgliedsstaaten eine Kartierung der Lärmpegel für bestimmte Gebiete ausarbeiten…  … die Öffentlichkeitmuss angemessen zu den Vorschlägen für Aktionspläne befragt werden und die Möglichkeit zur Teilnahme am Annahmeverfahren erhalten sowie über die getroffenen Entscheidungen unterrichtet werden. … Die EU-Kommission hat die deutschen Behörden bereits über die fehlenden Daten und Aktionspläne … ersucht und wartet auf eine Antwort. … Für die Londoner Flughäfen … wurden alle erforderlichen Lärmkarten und Aktionspläne vorgelegt, … sie enthalten zwar Fehler … aber die britischen Behörden arbeiten an der Behebung…

Das komplette Schreiben ist hier zu finden:
Antwort auf Petition Fluglärm bis 2020 halbieren

Weitere Links:
http://ec.europa.eu/environment/consultations/noise_en.htm
http://ec.europa.eu/transport/modes/air/environment/aircraft_noise_en.htm
https://www.openpetition.de/petition/online/aufruf-an-den-eu-kommissar-janez-potocnik-fluglaerm-bis-2020-halbieren

 

Dringender Appell zum Schutz der Bevölkerung

Wir möchten an dieser Stelle die Pressemitteilung der Bezirksärztekammer Rheinhessen teilen. Es geht um einen dringenden Appell an die Staatskanzleien, die Landesparlamente und den Bundesrat sich für einen wirklichen Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm einzusetzen.

Hier die Meldung:

Der Arbeitskreis „Ärzte gegen Fluglärm“ fordert in einer gemeinsamen Resolution zusammen mit der Bundesvereinigung gegen Fluglärm, dem BUND, dem VCD, dem  NABU, der Deutschen Umwelthilfe, dem Arbeitsring Lärm der DEGA und der  Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen die Verantwortlichen der Länder und den Bundesrat auf, in der den Fluglärmschutz betreffenden Bundesratsinitiative alleine den Gesetzesantrag von RheinlandPfalz (BR-Drucksache  90/13) zu unterstützen.

Nur der Antrag aus Rheinland-Pfalz, der von Baden-Württemberg unterstützt wird, verfolgt aus Sicht der Ärzte die Ziele, die der 115. Deutsche Ärztetag 2012 zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm gefordert hat.

Der Arbeitskreis „Ärzte gegen Fluglärm“ fordert die Verantwortlichen der Staatskanzleien, der Länder und den Bundesrat auf, sich für einen wirklichen Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm einzusetzen.

Die Schädigungen, die durch Fluglärm und Flugzeugemissionen entstehen, belasten die Bevölkerung erheblich. Fluglärm führt nachweisbar u.a. zu Lern- und Gesundheitsstörungen bei Kindern und Gesundheitsstörungen bei Erwachsenen, im Ergebnis zu vermeidbaren Krankheiten und im schlimmsten Fall zu vorzeitigem Tod. Schäden an Mensch und Umwelt durch Flugzeugemissionen und vor allem durch Fluglärm sind dabei zu großen Teilen vermeidbar. Dazu bedarf es aber eines Gesetzes, dass den Menschen in den Mittelpunkt des Interesses und des Schutzes stellt.

Die Politiker sind verpflichtet, den gebotenen Schutz der Bevölkerung durch die richtigen Gesetzesänderungen herbeizuführen und zu garantieren.

Hintergrund
Aktuell liegen dem Bundesrat drei Anträge der Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Brandenburg vor. Im Kern geht es bei der Bundesratsinitiative aus Rheinland-Pfalz (der sich Baden-Württemberg angeschlossen hat) um eine Änderung des Luftverkehrsgesetzes, damit bei der Festlegung von Flugrouten und anderen Flugverfahren dem Lärmschutz höhere Priorität eingeräumt wird gegenüber wirtschaftlichen Interessen. Zweiter wesentlicher Inhalt der Rheinland-Pfälzischen Initiative ist eine Änderung von § 32 Luftverkehrsgesetz, damit für die erstmalige Festlegung und wesentliche Änderungen von Flugrouten ein transparentes Verfahren eingeführt wird, bei dem die Bürgerinnen und Bürger erstmalig Einwendungs- und Klagemöglichkeiten erhalten. Schließlich soll bei der Festsetzung von Flugrouten durch Rechtsverordnung durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung zukünftig auch das Einvernehmen statt wie bisher das bloße Benehmen des Umweltbundesamtes erforderlich sein.

Die Anträge aus Hessen und Brandenburg weichen in wichtigen Definitionen von aktueller Rechtsprechung ab und müssen in ihren Auswirkungen aus Sicht der Ärzte als schädlich für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung betrachtet werden. Im Entwurf aus Brandenburg ist keine Hinwirkungspflicht zur Lärmreduzierung definiert, sondern nur noch eine Begründungspflicht festgelegt, wenn Lärmschutzmaßnahmen unterbleiben. Mit einer solchen Regelung kann kein effektiver Lärmschutz erfolgen.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Informationsportal des Arbeitskreises „Ärzte gegen Fluglärm“ unter www.fluglaerm-fakten.de

Die Original-PM finden sie hier: pm_fluglaermag_02_13

Mehr Schlaganfälle und Herzkrankheiten“ – Der Arzt und Forscher Eberhard Greiser erklärt im Gespräch mit der FR, warum Fluglärm für den Körper Stress bedeutet und krank macht und nächtlicher Fluglärm besonders gefährlich ist. Lesen Sie hier mehr: Interview Professor Greiser in der Frankfurter Rundschau 2010

 

Katastrophenschutz Fehlanzeige

Dies ist die vorläufig letzte Sendung von BBB TV, aus gesundheitlichen Gründen wird es auf absehbare Zeit keine neuen Sendungen mehr geben.
Die BI Müggelheim bedankt sich recht herzlich für die vielen interessanten und unabhängigen Berichten des BBB TV, wohl wissend um die harte Arbeit die dahinter steckt. Wir wünschen für die Zukunft alles erdenklich Gute. Vielen Dank für ihr Engagement!

Tegel: Katastrophenschutz Fehlanzeige
Verockerung der Spree: Sie haben es gewusst
Wortmeldung: Michael Jungclaus (MdL) Brandenburg, Bü90/Grüne
Nachtflugverbot: Wer will welche Zeiten?

Leise Zukunft?

Für kommende Flugzeuggenerationen gibt es einige Verbesserungen, die den Schall von Flugzeugen verringern könnten. Das sind gute Aussichten für die Anwohner in Flughafennähe denkt man. Denn das immer größer werdende Flugverkehrsaufkommen lässt sie nicht mehr ruhig schlafen. Weltweit steigt das Lärmaufkommen und die Menschen werden immer gestresster. Das dies auch gesundheitliche Schäden nach sich zieht, haben zahlreiche Studien belegt.

Neben dem passiven Schallschutz könnte man aktiv an der Schallquelle ansetzen. So könnten zum Beispiel Triebwerke in Zukunft leiser werden und Wissenschaftler arbeiten derzeit daran die Triebwerksgeräusche zu verringern, in dem gezielter Gegenschall durch komprimierte Luft direkt am Triebwerk bestimmte Frequenzen auslöscht oder zumindest verringert. Lars Engelhardt vom DLR-Institut für Antriebstechnik in Berlin meint sogar: „Im Idealfall könnte der Triebwerkslärm so halbiert werden.“

Andere Forschungen beschäftigen sich mit den Geräuschen, die durch Luftströmungen am Flugzeug auftreten. Diese erzeugen beispielsweise im Landeanflug nahezu die gleiche Lautstärke wie die Turbinen selbst. Man könnte die Umströmungsgeräusche von Fahrwerk, Vorflügel und Landeklappen durch aerodynamische Konstruktionen verringern.

Quelle: Deutsche Flugsicherung

Quelle: Deutsche Flugsicherung

Ebenfalls erforscht werden flexiblere Anflugrouten. Mit einem neuen System, welches sich derzeit in der Erprobung befindet, ist es möglich Fluglärm im äußeren Anflugbereich zu reduzieren, Treibstoff zu sparen und den Schadstoffausstoß zu reduzieren. Bei  sogenannten „Continuous Descent Approach“- Anflügen (CDA) handelt es sich um einen kontinuierlichen Sinkflug ohne Unterstützung der Triebwerke. Mittels eines Point Merge Systems (PMS) werden die Flugzeuge in verschiedenen  Warteschleifen gesammelt und reihen sich aus unterschiedlichen Richtungen ein. Für den Endanflug ändert sich allerdings nichts, dieser wird weiterhin durch den Leitstrahl (ILS) in einem vorgegebenen Winkel und Kurs zur Landebahn geführt. Durch dieses „Reisverschlussverfahren“ könnten aber immerhin größere Flugzeuge wie Boeings 747 oder der Airbus A330 pro Flug fast eine halbe Tonne weniger Kerosin verbrauchen, wie die Umweltorganisation Atmosfair ermittelt hat.

So gibt es die eine oder andere interessante Innovation. Einige davon könnten schon sofort einen Einsatz finden andere sicherlich erst mit neuen Flugzeuggenerationen. Wie groß das Interesse ist, diese Innovationen in die Tat umzusetzen bleibt fraglich, da für die Fluggesellschaften nicht immer ein direkter Mehrwert entsteht. Wahrscheinlich werden wir einige Innovationen erst in 30 Jahren „nicht“ hören, wenn sich neue Flugzeuggenerationen am Markt etabliert haben.

Es liegt an uns Bürger immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass wir mit der derzeitigen Situation der Lärmbelastung nicht zufrieden sind. Es liegt an uns Druck auf die Politiker auszuüben einen gerechteren Flugverkehr zu fördern. Gerechter für die Anwohner und für die Umwelt.

Bis Technologien im Einsatz sind, die Flugzeuge geräuscharm starten und landen lassen, ist es notwendig die Bevölkerung vor dem krankmachenden Lärm zu schützen. Bis dahin ist es notwendig ein striktes Nachtflugverbot von 22:00 Uhr – 6:00 Uhr einzuhalten und Flughäfen nicht in stark bewohnte Gebiete zu bauen.

Trotzdem dürfen wir gespannt bleiben – wann diese Innovationen in die Praxis übernommen werden.

Quellen:

Nachtflugverbot sofort, Herr Platzeck!

Laut der Änderung und Neufassung der Genehmigung des Verkehrsflughafens Berlin-Schönfeld, zukünftig Verkehrsflughafen Berlin-Brandenburg, gibt es folgende Flugbetriebliche Regelungen

Ab Inbetriebnahme der planfestgestellten neuen Südbahn unterliegt der Flugbetrieb folgenden Einschränkungen:

1. In der Zeit zwischen 23:30 und 05:30 Uhr Ortszeit dürfen keine Luftfahrzeuge starten oder landen.

Außerdem gibt es folgende nachträglich Anordnung in der man nachträgliche Beschränkungen des Flugbetriebes zum Schutze der Bevölkerung vor Fluglärm anordnen darf.

XIII Vorbehalt nachträglicher Anordnungen

Die Anordnung nachträglicher Beschränkungen der Genehmigung für den Betrieb sowie die Änderung oder Ergänzung der Auflagen oder die Festlegung weiterer Auflagen, etwa zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Erhaltung und Verbesserung der flugbetrieblichen Sicherheit, bleiben vorbehalten. Dies gilt insbesondere auch für Anordnungen, die dem Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm sowie dem Immissionsschutz dienen.

Warum wird also lange um den heißen Brei geredet, wenn man Taten folgen lassen könnte?

Siehe dazu auch den Beitrag von Wolfgang Nešković in der Zeitung Niederlausitz aktuell. http://www.niederlausitz-aktuell.de/artikel_6_27270.php

Quelle: Büro Wolfgang Neskovic, MdB

Volksbegehren lässt Regierungsparteien kalt

BBB TV vom 13.12.12

  • Volksbegehren für Nachtflugverbot lässt Regierungsparteien in Brandenburg kalt
  • Wortmeldung von Oliver Höfinghoff, MdA (Piraten) Mitglied im BER Untersuchungsausschuss
  • Lärmschutzgebiete müssen endlich aktualisiert werden
  • Besengeschwader: Nach dem Kehren kommt das Hören

Vielen Dank an BBB TV! Bitte Spenden!

BER – Europas modernster Flughafen, laut und teuer

  • 120 Jahre Schuldendienst für Berlin auch durch BER
  • Wortmeldung von Rainer Genilke, verkehrspolitischer Sprecher CDU Brandenburg
  • Fluglärmgebühren: BER zieht laute Flugzeuge magisch an
  • Nachgehakt: MIL kennt Lilienthalpark Problem nicht

Vielen Dank an BBB-TV und Video Asse für die Bereitstellung.

Vorträge zur Schallschutzberatung online – 18.09.2012

Am Dienstag den 18. September fand im Dorfklub eine Schallschutzberatung der BI Müggelheim statt.

Auf der Tagesordnung standen folgende Punkte

  1. Erläuterungen zum Stand – Schallschutz für Betroffene in Müggelheim – Karl Georg Maucher
    –> Folien zum Herunterladen
    K. G. Maucher – Folien am 18.09.2012 Müggelheim
  2. Einsatzvoraussetzungen von Lüftern und bauphysikalische Probleme – Heinz Schöne
    –> Folien zum Herunterladen
    Heinz Schöne – Präsentation Energieberatung am 18.09.2012 Müggelheim
  3. Ermittlung des Schallschutzes und lärmphysikalische Probleme der Lüfter – Ulrich Geske –> Folien zum Herunterladen
    Ulrich Geske – Schalldämmberechnungen am 18.09.2012 Müggelheim –> Zeichnung der 80dB NAT 0 Kennlinie Klick aufs Bild

    Ulrich Geske – 80dB(NAT0)-Kontur(NO-BBI) am 18.09.2012 Müggelheim

Die Bürgerinitiative bedankt sich recht herzlich bei allen 3 Rednern für die interessanten Informationen aber vor allen Dingen wollen wir auch den Dank der Zuhörer, der im Nachhinein an die BI gerichtet wurde, an die Redner weitergeben. Vielen Dank auch an die Bereitstellung der Folien, um die die Zuhörer gebeten hatten.