Planlos in die Zukunft!

Diese Dokumentation ist zwar schon etwas älter aber dennoch interessant und immer noch brisant.

Wie Bundesdeutsche Politiker das Geld des Volkes zum Fenster rausschmeißen…
Planlos in die Zukunft! – Welche Zukunft?

Teil 1:

Teil 2: http://youtu.be/lyBPoiVxskk
Teil 3: http://youtu.be/wWigI3tWYgo
Teil 4: http://youtu.be/u9ND1rZIWvQ
Teil 5: http://youtu.be/oaqgqpy0NzY

 

 

Drohnen und andere fliegende Spielzeuge – Ein Bericht von der ILA

Tilo Jung von jung & naiv hat sich die aktuellen Drohnenmodelle auf der ILA angeschaut. Die meisten können sogar schießen!

Ein Rundgang auf der ILA 2014 mit Peng & Bumm Experte Thomas Wiegold (Twitter: @thomas_wiegold; Blog: www.augengeradeaus.net)

Thomas Wiegold und Tilo machen außerdem bei den Krautreportern mit, die unabhängigen und werbefreien Journalismus ermöglichen.
https://krautreporter.de/das-magazin

Das Magazin jung & naiv ist auch jedem Politikinteressierten zu empfehlen. https://www.youtube.com/user/Nfes2005

Klimafreundlicher Reisen – Die Naturfreunde erklären

In dem zweiten Erklärvideo der Folge „Die Naturfreunde erklären…“ nehmen sich die Naturfreunde dem Thema „Klimafreundlicher Reisen“ an. In diesem Kurzfilm werden Klimaauswirkungen verschiedener Verkehrsmittel beschrieben und Alternativen zu Flugreisen aufgezeigt.
Zudem werden Tipps gegeben um am Weg in den Urlaub CO2 zu sparen.

Mehr von den Naturfreunden erfahrt ihr hier: http://www.nfi.at

Kämpft weiter und ihr werdet gewinnen!

  • Achte deutsche Luftfahrttage: Gehen die Bosse endlich auf die Bürger zu?
  • Interview mit John Stewart: Wie sieht Bürgerprotest gegen Fluglärm in Großbritannien aus?
  • Volksbegehren gegen Nachtflug am Ende? Wir rufen zum Protest am 27.02.14
  • Parteien zur Wahl: Was sagen die Piraten zum BER?

Vielen Dank an www.bbbtv.de

Teilenteignung, für die Gewinne der Luftfahrtlobby?

In Müggelheim haben wir, wie in anderen Regionen rund um den Flughafen in Schönefeld sehr unter dem Lärm der Flugzeuge zu leiden. Durch den Lärm und auch die Umweltbeeinträchtigungen leidet die Lebensqualität der Anwohner. Je dichter Flughafen und Anwohner beisammen leben, je mehr Menschen sind von diesen Einbussen betroffen. Wenn man die Anzahl der Unterschriften für das Volksbegehren Nachtflugverbot in Berlin und Brandenburg zusammenzählt, scheinen es wohl mindestens 1/4 Millionen Menschen zu sein, die sich in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen.

Nun zur Enteignung! Das hört sich wirklich hart an und erinnert eher an vergangene Zeiten oder an totalitäre Staaten, als an die Demokratie in der wir hier leben. Aber wenn man genau hinschaut, so kann man es erkennen. Nur das in unserem Fall nicht ein Diktator oder Ähnliches die Enteignung vollzieht, sondern die Wirtschaft bzw. die Lobby der Luftverkehrsindustrie (auch eine Art Diktat) und zwar still und heimlich mit Unterstützung des Staates.

Was ich mit Enteignung direkt meine, ist der Wert unserer Grundstücke. Viele Müggelheimer leisten sich ein Grundstück oder Haus, meist über Kredite finanziert. Dafür habe sie nach der Wende viel Geld bezahlt, oder verpflichten sich ihr Leben lang einen hohen Preis dafür zu bezahlen. Auch deswegen, weil so eine Investition in eine Immobilie auch eine Altersvorsorge ist. Der Wert der Grundstücke war damals für Berlin / Brandenburger Verhältnisse ziemlich hoch. Und das nicht ohne Grund, denn Müggelheim ist umgeben von einer prächtigen Seenlandschaft und herrlicher Natur.

Nach der Wende wurden Grundstückspreise über 200€ (400 DM) und 1995 für ca. 180 € (350 DM) gezahlt. So viel war dieses Fleckchen Erde einmal Wert. Seit Beginn der Planungen für den Flughafen BBI / BER ist der Preis kontinuierlich gesunken. Im Jahre 2000 lag er bei umgerechnet 120 € (230 DM) und heute liegt er bei gerade einmal 85 € (160 DM).

Was bedeutet das unterm Strich? Der Staat und das Land führen eine Subventionspolitik, die es ermöglicht, dass sich die Luftfahrtlobby auf unsere Kosten bereichert, während wir mit jedem Euro Verlust alleine dastehen und damit klar kommen müssen. Wer zahlt uns diese Verluste, die wir für das angebliche Wohl der Gemeinschaft opfern müssen?

Bei der 87. Fluglärmkommission (FLK) hat man im Oktober 2013 nüchtern festgestellt, dass die Grundstückspreisentwicklung nichts mit dem Flughafen zu tun hat. Wie deckt sich diese Aussage aber mit den Bewohnern Müggelheims, die öfter sagen: „Wenn die Flugzeuge nicht wären, wäre Müggelheim der schönste Ort der Welt.

Aus diesem Grunde muss der Stichtag für die Ermittlung und Bewertung von Grundstückspreisen in Zusammenhang mit dem Bau des Flughafens BER am Standort Schönefeld spätestens auf den 1. Januar 1995 festgelegt werden. Berücksichtigt man die Jahre 1996 bis 1999 bei der Betrachtung der Grundstückspreisentwicklung nicht, so verschließt man die Augen vor den tatsächlichen Auswirkungen des Flughafens auf die Werteentwicklung im Immobilienbereich.

Lesen Sie dazu das Schreiben an Hölmer – Entwicklung von Grundstückspreisen zur 87-FLK zu diesem Thema an den Bezirksstadtrat Herrn Hölmer von der Friedrichshagener Bürgerinitiative und Herrn Stein von der BI Müggelheim.

Des Weiteren können Sie hier alle Dokumente zur 87. Sitzung der Fluglärmkommission herunterladen. Darunter auch die Präsentationen der einzelnen Gemeinden und der Stadt Berlin zur Grundstückspreisentwicklung. Für Müggelheim und Friedrichshagen interessant ist sicherlich diese Präsentation: Entwicklung der Grundstückswerte Berlin – FLK 14

So bleibt mir zum Schluss nur noch ein Appell an alle Bewohner, die sich an dieser Tatsache reiben, nämlich mit einer Szene aus dem Film „Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt“ von Bertold Brecht.
Einer der Arbeiter bemerkt, dass die Wohlhabenden die Welt sowieso nicht verändern werden, worauf einer der Wohlhabenden fragend erwidert, wer denn stattdessen die Welt verändern könne. Gerda antwortet: „Die, denen sie nicht gefällt.

Die „Zähmung“ der Luftfahrtindustrie

Die BI-Müggelheim unterstützt mit zahlreichen anderen Bürgerinitiativen und Organisationen eine Petition an das Europäische Parlament – Die Zähmung der Luftfahrt (Taming Aviation).

Dabei fordern wir:

  1. Auf allen Europäischen Flughäfen ein absolutes und unbedingtes Start- und Landeverbot in der Nacht für einen ununterbrochenen Zeitraum von 8 Stunden als Mindeststandard zum Schutz der menschlichen Gesundheit.
  2. Die Belegung von Kerosin mit Energiesteuer binnen kürzester Zeit, als Zwischenlösung die sofortige Einbindung der Luftfahrt in den Klimazertifikatshandel.
  3. Die Abschaffung jeglicher Form der Umsatzsteuerbefreiung oder Nullbesteuerung von Flugtickets und die volle Einbindung der Luftfahrt in das Umsatzsteuersystem der Europäischen Union zu Standardsätzen.
  4. Das Verbot jeglicher Art von Incentive-Zahlungen auf Europäischen Flughäfen, seien es Subventionen, Kick-backs oder Rabatte, und das Gebot, Infrastrukturleistungen auf Flughäfen auf Grundlage allgemeiner, umfassender und transparenter Tarife zu erbringen.

Mehr Infos dazu finden Sie auf: http://www.tamingaviation.eu

Die Belastungen durch die zivile Luftfahrt in Europa sind in den letzten zwei Jahrzehnten drastisch angestiegen. Mittlerweile bedrohen sie den Lebensraum des Menschen, sie gefährden seine Gesundheit, sie entwerten seinen Wohnraum und beeinträchtigen massiv seine Lebensqualität. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt eine Folge der steuerlichen und politischen Privilegierung der Luftfahrt, der jegliche sozioökonomische Rechtfertigung fehlt. In dieser übermächtigen und ungezügelten Form darf die Luftfahrt nicht belassen werden, sie muss gezähmt werden. Die Zeit ist reif für Taming Aviation.

Starts und Landungen verursachen besondere Lärmbelastungen für die Umwelt, diese werden in abstrakten, realitätsfernen Berechnungen kleingeredet. Nicht einmal der Schlaf, ein absolutes Grundbedürfnis des Menschen, wird in seiner unabdingbaren Notwendigkeit respektiert.

Die Luftfahrt ist einer der großen Klimasünder, dennoch ist sie von der Energiesteuer befreit und der Klimazertifikatshandel wurde für die Luftfahrt „ausgesetzt“. Überdies ist der Personentransport in der zivilen Luftfahrt von der Umsatzsteuer befreit. Die Luftfahrt agiert somit nicht nach den Grundsätzen der Kostenwahrheit und trägt nicht adäquat zum Steueraufkommen bei. Für diese Steuerprivilegien, die zu gigantischen Steuerausfällen für die Gemeinschaft führen, gibt es keine Rechtfertigung.

Flughäfen locken Airlines mit „Incentives“ verschiedenster Art an. Diese Leistungen führen zu Intransparenz, erzeugen einen künstlichen Bedarf an Transportleistungen und bewirken so Marktverzerrungen.