Müggelheimer sind sich der Gefahr bewusst

Etwa 75 Prozent aller Wahlberechtigten aus Müggelheim haben ihre Unterschrift beim Volksbegehren gegen Nachtflüge geleistet. Ein super Ergebnis, zeigt es doch, dass sich die Müggelheimer der drohenden Gefahr durch den BER bewusst sind. Schließlich wird der kleine Ortsteil von Treptow-Köpenick nach der Eröffnung (wann auch immer die sein wird) tagtäglich beschallt werden und somit einer der wenigen Orte sein, die der Doppelbelastung durch An- und Abflüge ausgesetzt sind.

Insgesamt hat die kleine Bürgerinitiative Müggelheim (BIM) 9200 Unterschriften gesammelt, von denen 4050 aus Müggelheim stammen – was einem Wähleranteil von etwa 75 Prozent entspricht.

Die Fracht braucht keine Nacht

von Henry Klix, Originalartikel: http://www.pnn.de/pm/681276/

Flugverkehrsexperte entkräftet bei Bürgerforum in Teltow wichtiges Argument für Nachtflüge am BER.

Teltow – Die Wirtschaft braucht keinen neuen Großflughafen Schönefeld mit Nachtbetrieb. Das war die wichtigste Botschaft eines Bürgerforums am Donnerstagabend im Stubenrauchsaal. Etwa 130 Gäste waren der Einladung des Teltower Rathauses mit der Initiative „Teltow gegen Fluglärm“ gefolgt, hochkarätige Fachleute im Podium konnten zum laufenden Volksbegehren befragt werden. Einer von ihnen: der Kasseler Flugverkehrsexperte Richard Vahrenkamp.

Vahrenkamp entkräftete das Argument von Wirtschaftspolitikern und Industrieverbänden, dass der Nachtflug am neuen BER von der Wirtschaft benötigt werde. Die gängige Parole „Fracht braucht Nacht“ sei von „Lufthansa Cargo“ im Streit um den Flughafen Frankfurt /Main erfunden und von Wirtschaftspolitikern und Verkehrsexperten übernommen worden, sagte Vahrenkamp. „Empirisch belegen lässt sich das nicht.“

Zuletzt hatten Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und die Berliner Industrie- und Handelskammer mit Blick auf die Wirtschaft gefordert, das Nachtflugverbot von 0 bis 5 Uhr nicht aufzuweiten. Volksbegehren in Berlin und Brandenburg setzen sich für Ruhezeiten von 22 bis 6 Uhr ein. Logistikprofessor Vahrenkamp hat gerade eine Studie für den BER abgeschlossen, die die Fluglärmgegner bestärken dürfte: Bei einer Befragung der 20 führenden Industrieunternehmen in Berlin und Brandenburg habe kein einziges einen Nachtflugbedarf artikuliert. „Es gibt ohnehin ein sehr geringes Interesse an Luftfracht in Schönefeld“, so Vahrenkamp. Continue reading

Das Ohr schläft nicht

aufwachen berlin logoDas Ohr schläft nicht.“ Diesen Satz prägte die Ärztin Dr. Gerda Noppeney , Vorsitzende der „Ärzteinitiative für  ungestörten Schlaf“, im Ergebnis von Untersuchungen zu nächtlichem Fluglärm in den umliegenden Gemeinden des Köln/Bonner Flughafens. Lärm sei ein Stressor, der sich negativ auf die Gesundheit auswirke, auch wenn sich die Menschen nicht vom Fluglärm gestört fühlten. Dieser Vorgang laufe autonom ab. Der Lärm schädige die Menschen unabhängig vom subjektiven Empfinden. Selbst wer trotz Lärm durchschläft, kann unter dessen Folgen leiden.

Schon tagsüber ist Fluglärm vielerorts nicht mehr zumutbar. Jedoch noch stärker gesundheitsbeeinträchtigend ist Fluglärm in der Nacht, weil dann die Erholungsphase fehlt, die für Körper und Seele unbedingt notwendig ist.

Für einen Erwachsenen ist eine ungestörte Nachtruhe mit einer ausreichend langen Schlafdauer von mindestens 7 – 8 Stunden zur Aufrechterhaltung seiner Gesundheit, Arbeits- und Leistungsfähigkeit unabkömmlich. Dies fand auch seinen gesetzlichen Ausdruck und Schutz in der Festlegung der Nachtzeit von 22 bis 06 Uhr.

Kinder benötigen für eine normale körperliche und geistige Entwicklung wesentlich mehr Schlaf als Erwachsene; Vorschulkinder sollten 11 – 13 Stunden, Schulkinder 10 – 11 Stunden schlafen können. Bei Kindern können Unterbrechung des Schlafes und Verkürzung der Schlafdauer zu Störungen der kognitiven Entwicklung, d.h. des Erkenntnis-Prozesses, des Wahrnehmens, des Denkens, der Aufmerksamkeit, des Lernens sowie zu Verhaltensauffälligkeiten und erhöhter Aggressionsbereitschaft führen, aber auch Stressreaktionen wie Bluthochdruck mit noch unerforschten Langzeitfolgen verursachen. Continue reading

RECOMMENDATIONS FOR HEALTH PROTECTION

Sleep is an essential part of healthy life and is recognized as a fundamental right under the European Convention on Human Rights 1 (European Court of Human Rights, 2003).
Based on the systematic review of evidence produced by epidemiological and experimental studies, the relationship between night noise exposure and health effects  can be summarized as below.

Average night noise level Health effects observed in the population over a year Lnight,outside Health effects observed in the population
Up to 30 dB Although individual sensitivities and circumstances may differ, it appears that up to this level no substantial biological effects are observed. Lnight,outside of 30 dB is equivalent to the NOEL for night noise.
30 to 40 dB A number of effects on sleep are observed from this range: body movements, awakening, self-reported sleep disturbance, arousals. The intensity of the effect depends on the
nature of the source and the number of events. Vulnerable groups (for example children, the chronically ill and the elderly) are more susceptible. However, even in the worst cases the effects seem modest. Lnight,outside of 40 dB is equivalent to the LOAEL for night noise.
40 to 55 dB Adverse health effects are observed among the exposed population. Many people have to adapt their lives to cope with the noise at night. Vulnerable groups are more severely affected.
Above 55 dB The situation is considered increasingly dangerous for public health. Adverse health effects occur frequently, a sizeable proportion of the population is highly annoyed and sleep-disturbed. There is evidence that the risk of cardiovascular disease increases.

Dies ist ein Auszug aus dem Bericht der WHO zum Thema „Night Noise Guidelines for Europe„. Der komplette Bericht ist sehr interessant und hier nachzulesen. WHO_NightNoiseGuidelinesforEurope_E92845

Der Weg ist der richtige, nur an der Umsetzung mangelt es noch.

PM – Forderung eines Gesundheitsmonitoring

Lesen Sie bitte unsere Forderung an die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales ein Gesundheitsmonitoring an betroffenen Berliner Schulen durchzuführen, um festzustellen, wie sich der Fluglärm auf die Lernleistungen der Kinder auswirkt.

Anschreiben Gesundheitsmonitoring

Volksbegehren – Nachtflugverbot

Die Unterschriftenlisten können hier heruntergeladen werden. UnterschrLAL-VB-3b

Bitte füllen Sie diese aus, reichen Sie sie in der Familie herum, fragen Sie ihren Nachbarn und die Arbeitskollegen. Versuchen Sie auch andere zu ermutigen Leute dafür zu aktivieren.

Volksbegehren

Auslegungsstellen öffnen am 29. Mai 2012

Am Dienstag, dem 29. Mai 2012, beginnt das Volksbegehren über die Durch-
setzung eines landesplanerischen Nachtflugverbots am Flughafen Berlin
Brandenburg International (BER). Die Berlinerinnen und Berliner haben dann
vier Monate – also bis zum 28. September 2012 – Zeit, dem Volksbegehren
zuzustimmen.

Der wesentliche Inhalt des Volksbegehrens lautet:

„Kein planmäßiger Nachtflug von 22 bis 6 Uhr“

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Müggelheimer Grundschule fordert Gesundheitsmonitoring

Folgender Antrag wurde von der Elternschaft der Müggelheimer Grundschule gestellt.

Das Bezirksamt Treptow- Köpenick in dessen Verwaltung das Schulamt Treptow- Köpenick, wird aufgefordert die Teilnahme am Monitoring Teil 3 der TU Kaiserslautern und Charite Berlin für alle Schulen im Verwaltungsbereich des Amtes zu ermöglichen. Im Falle der Nichtzuständigkeit wegen zuständiger Genehmigung durch die Senatsverwaltung, fordern wir die Bezirksverwaltung auf, eine Initiative zu starten mit dem Ziel eine Teilnahme/ Genehmigung des Monitorings an bezirklichen Schulen zu erlauben.

Den kompletten Antrag lesen Sie hier: Beschlussvorlage Monitoring an Grundschulen

Die Aussage des Senates „Die Lernschwächen durch Lärm, könnten auch durch die Eltern, die Lehrer und ihr schlechtes soziales Umfeld verursacht sein. Deswegen untersuchen wir die Ursachen erst gar nicht, ist für uns unhaltbar!

Wir fordern an dieser Studie teilzunehmen, denn wir können diese Vogel Strauß- Politik unseres Senates zu Lasten unserer Kinder nicht mittragen.

Als weitere bedenkenswerte Erfahrung ist auch zu werten, dass Flughäfen selten kleiner werden. Für neue Bewilligungen wird aber zumeist auf Daten vor Ort zurückgriffen und nicht auf Daten von Frankfurt/ Main. Keine Daten – kein Problem.

Keiner schlafe

Wie ich finde ein sehr gute Video von Peter Waschinsky, Puppenspieler, Regisseur und langjähriger Gastdozent an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Er war Mitinitiator der Großdemonstration am 4. Novermber 1989 auf dem Alexanderplatz in (Ost) Berlin, die schließlich das Ende der DDR einläutete.

KEINER SCHLAFE IN SÜDBERLIN & BRANDENBURG!
Das Video für die Anti-Fluglärmbewegung
von Peter Waschinsky (Texte, Rap, Zeichnungen, Bildschnitt) und
Mario Ecard (Gesang, Tonschnitt)
sowie Anke Böttger (Cello), Elias Lederle (Co-Rap), G. Puccini (musikal. Mitwirkung) und viele Südberliner & Brandenburger.
Prod.: Deutsches National-Theater Fritzenhagen in Berlin-Friedrichshagen.